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Tesla: Gewinne brechen ein – Musk kündigt Rückzug aus Politik an

jensenartofficial (CC0), Pixabay

Tesla hat für das erste Quartal 2025 einen Gewinneinbruch von 71 % gemeldet. Hauptgründe sind sinkende Fahrzeugauslieferungen, internationale Konkurrenz und politische Unsicherheiten, insbesondere nach Elon Musks enger Zusammenarbeit mit der Trump-Regierung im Rahmen der DOGE-Initiative, durch die zehntausende Bundesangestellte entlassen wurden.

Musk kündigte an, sich künftig weniger in politischen Aufgaben zu engagieren: „Meine Zeit bei DOGE wird deutlich reduziert“, erklärte er während einer Telefonkonferenz mit Investoren. Ab Mai will er sich wieder stärker auf Tesla konzentrieren.

Die rückläufigen Verkaufszahlen (minus 13 % im Jahresvergleich) führte Tesla auch auf die Umstellung von Produktionslinien für das neue Model Y zurück. Zusätzlich belasteten neue Handelszölle unter Präsident Trump den Konzern, da viele Bauteile aus dem Ausland stammen. Musk sprach sich erneut für niedrigere Zölle aus, sieht aber letztlich die Entscheidung bei der Regierung.

Neben wirtschaftlichen Problemen kämpft Tesla auch mit einem Imageverlust: Laut Umfragen von Pew Research und CNBC hat etwa die Hälfte der US-Amerikaner eine negative Meinung über Musk. In mehreren Städten kam es zu Protesten und Vandalismus an Tesla-Standorten. Die Aktie verlor seit Dezember rund 50 % ihres Wertes, legte nach den neuen Ankündigungen im nachbörslichen Handel jedoch leicht zu.

Trotz aktueller Unsicherheiten zeigt sich Musk optimistisch. Die Markteinführung neuer, günstiger Modelle ist für die erste Hälfte 2025 geplant. Auch bei der Entwicklung humanoider Roboter (Optimus) gebe es Fortschritte – Tausende sollen noch dieses Jahr in Tesla-Fabriken arbeiten. Außerdem plant Tesla für Juni den Start eines Robotaxi-Services in Austin.

Wie oft in der Vergangenheit bleibt abzuwarten, ob Musks Zeitplan realistisch ist: Bereits 2015 versprach er autonome Fahrzeuge binnen drei Jahren – bislang ohne Umsetzung. Dennoch betont er: „Ich glaube, dass wir bis Ende dieses Jahres in vielen US-Städten vollautonomes Fahren anbieten können.“

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