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USA: Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kündigt Verbot künstlicher Lebensmittelfarbstoffe an

Hans (CC0), Pixabay

In den USA soll es bald keine künstlichen Farbstoffe mehr in Lebensmitteln geben. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. will am Dienstag (22. April) bekannt geben, dass acht künstliche Farbstoffe nach und nach aus dem US-Lebensmittelmarkt verbannt werden.

Die Farbstoffe, um die es geht, basieren auf Erdöl und werden in vielen verarbeiteten Lebensmitteln verwendet – zum Beispiel in Süßigkeiten, Pudding, Softdrinks, Margarine und Snacks.

Was wird verboten?

Kennedy hat noch keine genauen Namen der betroffenen Farbstoffe genannt. Laut Experten könnten es jedoch diese bekannten Farbstoffe sein:

  • FD&C Rot Nr. 3 und Nr. 40

  • FD&C Blau Nr. 1 und Nr. 2

  • FD&C Gelb Nr. 5 und Nr. 6

  • FD&C Grün Nr. 3

Diese Stoffe stehen seit Jahren in der Kritik, weil sie möglicherweise gesundheitsschädlich sind – besonders für Kinder. In anderen Ländern, zum Beispiel in der EU, sind viele dieser Stoffe bereits eingeschränkt oder verboten.

Warum dieses Verbot?

Kennedy, der als Impfgegner und Kritiker der Pharmaindustrie bekannt ist, verfolgt ein Programm namens „Make America Healthy Again“. Darin macht er Lebensmittelzusätze und Junk-Food für viele chronische Krankheiten verantwortlich.

In einem Interview sagte er:
„Diese künstlichen Farbstoffe müssen alle in den nächsten zwei Jahren verschwinden.“

Auch die frühere Regierung unter Präsident Biden hatte bereits Red Dye No. 3 verboten – ab Januar 2027. Kennedy will jetzt schneller handeln und alle betroffenen Farbstoffe schon vor Ende seiner Amtszeit entfernen lassen.

Zustimmung von Eltern und Aktivisten

Viele Verbraucherschützer begrüßen den Schritt. Die bekannte US-Bloggerin und Lebensmittelaktivistin Vani Hari sagte:
„In zwei Jahren wird man auf keinem Kindergeburtstag oder Fußballfeld mehr Chips oder Getränke mit künstlichen Farbstoffen sehen. Das ist ein riesiger Erfolg für Eltern.“

Widerstand von Lebensmittelherstellern?

Die Lebensmittelindustrie ist über den Plan nicht begeistert. Vertreter großer Firmen wurden im März zu einem geheimen Treffen mit Kennedy eingeladen. Laut einem internen Schreiben sieht die Regierung es als „dringende Priorität“, diese Stoffe noch vor Amtsende zu verbannen.

Was passiert jetzt?

Am Dienstag werden Kennedy und der Chef der US-Arzneimittelbehörde FDA, Dr. Marty Makary, weitere Details auf einer Pressekonferenz nennen. Dann soll es auch einen Zeitplan geben, wann welche Farbstoffe verschwinden.

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