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Trump pöbelt gegen seinen eigenen Fed-Chef – „Mr. Zu Spät“ soll endlich die Zinsen runterdrehen

heblo (CC0), Pixabay

Washington, Comedy Club der Weltwirtschaft –
US-Präsident Donald Trump hat mal wieder in die Tasten gehauen – diesmal ging’s dem Chef der US-Notenbank an den Kragen. In seinem hauseigenen Onlinenetzwerk „Truth Social“ nannte Trump den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell kurzerhand einen „Loser“ – und das war noch die freundliche Variante.

Der 72-jährige Powell, von Trump einst selbst zum Chef der mächtigen Zentralbank ernannt, sei laut dem Ex-Präsidenten eigentlich „Mr. Too Late“, also Herr Zu Spät, weil er sich partout weigert, die Leitzinsen auf Trumps Wunsch hin sofort zu senken. Die Begründung des Präsidenten mit Wirtschaftsabschluss aus der Twitter-Uni: „Die Preise sind eh gefallen. Es gibt gar keine Inflation! Europa senkt doch auch!“

Ob Trump mit „Europa“ nun die EZB, ein französisches Bistro oder ein paar besonders günstige Aldi-Preise meinte, blieb wie üblich unklar.

Powell hingegen bleibt (noch) cool: Der Fed-Chef findet, dass Trumps selbstgebastelter Zollzirkus eher die Inflation anheizt als senkt – von „alles ist billiger“ kann also keine Rede sein. Auch bei Zinsfragen sei Zurückhaltung besser als kopfloses Runterregeln. Doch Trump sieht das anders – und droht offen mit Powells Rausschmiss, was in Notenbank-Kreisen ungefähr so gut ankommt wie ein explodierender Toaster in der Badewanne.

Die Börsen? Die haben den Zins-Zoff mit einem ordentlichen Husten quittiert: Der Dow Jones und der S&P 500 gingen kurzzeitig um mehr als zwei Prozent in die Knie – offenbar fanden die Investoren Trumps Sprüche alles andere als „marktberuhigend“.

Aber wer weiß – vielleicht wird Powell ja bald durch Trumps nächste wirtschaftliche Lichtgestalt ersetzt: Eric, den Sohn, der mal in Monopoly gewonnen hat.

Bleibt nur eine Frage offen: Wenn Jerome Powell wirklich ein „Verlierer“ ist – was sagt das eigentlich über den Mann aus, der ihn selbst eingestellt hat?

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