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„Wenn du es nicht aussprechen kannst, iss es nicht“: Food-Bloggerin beeinflusst Trumps Gesundheitsagenda
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„Wenn du es nicht aussprechen kannst, iss es nicht“: Food-Bloggerin beeinflusst Trumps Gesundheitsagenda

olenchic (CC0), Pixabay

Vani Hari, besser bekannt als „The Food Babe“, steht plötzlich im Rampenlicht der amerikanischen Gesundheitspolitik – und das an der Seite von niemand Geringerem als Robert F. Kennedy Jr. und Präsident Donald Trump. Mit ihrem Slogan „If you can’t pronounce it, don’t eat it“ ist die Bloggerin aus Charlotte, North Carolina, zur Leitfigur der neuen „Make America Healthy Again“ (MAHA)-Bewegung geworden.

Obwohl Hari keine formale Ausbildung in Ernährung oder Medizin hat, wurde sie von der Regierung als „MAHA-Influencerin“ zur ersten MAHA-Mütter-Runde im Weißen Haus eingeladen. Dort saß sie mit Ministerinnen, Top-Beraterinnen und Pressesprecherin Karoline Leavitt an einem Tisch – mit dem Ziel, die US-Ernährungspolitik zu verändern.

Von der Bloggerin zur politischen Stimme

Hari begann 2011 mit dem Bloggen über ihre persönliche Ernährungsumstellung – ausgelöst durch eigene gesundheitliche Probleme. Ihre Internetseite FoodBabe.com wurde schnell populär. Millionen folgten ihren Aufrufen, Lebensmittelzusätze wie künstliche Farbstoffe, Konservierungsstoffe und schwer auszusprechende Chemikalien zu vermeiden.

Ihre Fangemeinde auf Instagram zählt heute 2,3 Millionen Menschen, die ihre klaren Botschaften und farbenfrohen Auftritte lieben – inklusive pinkem Lippenstift und dramatischer Supermarkt-Videos, in denen sie Süßigkeitenregale als „Feiertags-Todeszonen“ bezeichnet.

Kennedy: „Sie hat meine Stimme auf die Kampagne gebracht“

Robert F. Kennedy Jr., inzwischen Gesundheitsminister unter Trump, gilt als Fan von Hari. Die beiden trafen sich erstmals 2023 bei einer Diskussionsrunde im Senat. Bei einem anschließenden Dinner sprach Hari mit Kennedy über Unterschiede bei Lebensmittelzusätzen in Europa und den USA. Er war beeindruckt – und holte sie ins Boot.

„Endlich hört jemand in Washington auf uns“, sagte Hari gegenüber USA TODAY. „Die Konzerne können in Amerika Dinge ins Essen mischen, die sie in Europa gar nicht dürfen. Und das muss aufhören.“

Wissenschaftliche Kritik bleibt laut

Nicht alle sind begeistert. Wissenschaftler wie Yale-Neurologe Steven Novella werfen Hari vor, Panikmache zu betreiben und wissenschaftlich unhaltbare Aussagen zu verbreiten. Ihre Kampagnen gegen Zusatzstoffe wie Azodicarbonamid – von ihr „Yoga-Matten-Zutat“ genannt – hätten zwar zu Veränderungen geführt, seien aber überzogen und unwissenschaftlich, so Kritiker.

Politik und Populismus: MAHA gewinnt an Fahrt

Beim MAHA-Roundtable präsentierte Hari der Regierung Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Lebensmittelzusätzen. Sie forderte mehr Transparenz und weniger Chemie im Essen – und bekam Applaus. Kennedy versprach: „Wir werden das stoppen.“

Kurz darauf veröffentlichte das Weiße Haus ein virales Video, in dem Kennedy, MAHA-Mütter und Kabinettsmitglieder an der Aussprache von Inhaltsstoffen wie „Azodicarbonamide“ oder „Polysorbate 80“ scheiterten – ganz im Sinne von Haris berühmtem Motto.

Einfluss mit Nebenwirkungen

Ob Hari nun ein Symbol für bürgerliches Engagement oder für vereinfachte Gesundheitsdebatten ist – ihre Stimme ist in Washington angekommen. Und mit der neuen Regierung unter Trump scheint sie mehr Einfluss auf die Ernährungspolitik zu haben als je zuvor.

Wie eine Instagram-Nutzerin schrieb:
„Du hast meine komplette Denkweise über Essen verändert. Ich misstraue jetzt allem im Supermarkt.“


Fazit: In der Ära Trump 2.0 könnte es sein, dass man bald nicht nur „America Great Again“, sondern auch „America Glutenfrei Again“ machen will – mit Hilfe einer Frau, die Süßigkeitenregale für tödlich hält und grüne Smoothies zur Staatsräson erklärt.

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