Der bereitgestellte Jahresabschluss betrifft die Verwaltungsgesellschaft mit Sitz in Hoort. Sie ist persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin der Windpark Hoort 2 GmbH & Co. KG. Die vorliegenden Zahlen beschreiben somit die wirtschaftliche Situation der Verwaltungs-GmbH. Angaben zur Stromproduktion oder zum operativen Ergebnis der Windpark-KG lassen sich daraus nicht ableiten.
Jahresüberschuss steigt um rund 606 Euro
Für 2025 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 2.502,21 Euro aus. Im Vorjahr waren es 1.896,42 Euro gewesen. Der Gewinn erhöhte sich damit um 605,79 Euro beziehungsweise 31,9 Prozent.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Ein gesonderter Beschluss über die Ergebnisverwendung ist im bereitgestellten Text nicht wiedergegeben.
Eine vollständige Gewinn- und Verlustrechnung liegt in den übermittelten Unterlagen nicht vor. Deshalb lässt sich nicht nachvollziehen, welche Erträge und Aufwendungen die Ergebnisverbesserung im Einzelnen verursacht haben.
Der Anhang nennt allerdings periodenfremde Steuererträge von rund 500 Euro aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für 2023 und 2024. Dem standen periodenfremde Aufwendungen von rund 100 Euro für Steuererklärungskosten des Jahres 2024 gegenüber. Diese Positionen flossen in das Ergebnis 2025 ein.
Bankguthaben sinkt um fast drei Viertel
Die Guthaben bei Kreditinstituten gingen von 60.135,98 Euro auf 15.507,27 Euro zurück. Das entspricht einer Verringerung um 44.628,71 Euro beziehungsweise 74,2 Prozent.
Der Rückgang prägt die Entwicklung der gesamten Bilanz. Die Bilanzsumme sank von 78.230,76 Euro auf 32.908,61 Euro. Das ausgewiesene Vermögen besteht vollständig aus Umlaufvermögen; Sachanlagen werden nicht bilanziert.
Neben den Bankguthaben stehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von insgesamt 17.401,34 Euro in der Bilanz. Im Vorjahr betrug diese Position 18.094,78 Euro.
Welche einzelnen Zahlungsvorgänge den Rückgang des Bankguthabens erklären, ist den bereitgestellten Unterlagen nicht zu entnehmen.
Eigenkapital nimmt trotz Gewinn deutlich ab
Das Eigenkapital verringerte sich von 71.911,53 Euro auf 28.413,74 Euro. Der Rückgang beträgt 43.497,79 Euro oder rund 60,5 Prozent.
Das vollständig eingezahlte Stammkapital blieb mit 25.000 Euro unverändert. Deutlich niedriger fiel dagegen der Gewinnvortrag aus: Er sank von 45.015,11 Euro auf 911,53 Euro.
Die Zahlen zeigen, dass die Eigenkapitalveränderung nicht allein durch das Jahresergebnis erklärt werden kann. Addiert man den Gewinn 2025 zum Eigenkapital des Vorjahres und vergleicht die Summe mit dem Eigenkapital zum Jahresende 2025, ergibt sich eine Differenz von genau 46.000 Euro.
Diese rechnerische Differenz deutet auf eine entsprechende eigenkapitalmindernde Ergebnisverwendung oder einen anderen Eigenkapitalvorgang hin. Eine Ausschüttung in dieser Höhe wird im bereitgestellten Text jedoch nicht ausdrücklich genannt.
Die rechnerische Eigenkapitalquote sank von rund 91,9 Prozent auf 86,3 Prozent. Damit wird weiterhin ein hoher Anteil der Bilanzsumme durch Eigenkapital gedeckt. Die Quote beschreibt allerdings nur die bilanzielle Kapitalstruktur der Verwaltungs-GmbH.
Forderungen richten sich vollständig gegen die Gesellschafterin
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum Jahresende auf 15.145,34 Euro, nach 15.414,78 Euro im Vorjahr. Nach Angaben im Anhang betreffen sie vollständig die Gesellschafterin.
Zusätzlich weist die Bilanz sonstige Vermögensgegenstände von 2.256 Euro aus. Im Vorjahr waren es 2.680 Euro gewesen. Sämtliche Forderungen haben laut Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.
Nähere Angaben zur Verzinsung oder Besicherung der Forderungen gegen die Gesellschafterin enthält der vorgelegte Text nicht.
Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten gehen zurück
Die Rückstellungen sanken von insgesamt 4.700 Euro auf 3.923 Euro. Davon entfielen 123 Euro auf Steuerrückstellungen und 3.800 Euro auf sonstige Rückstellungen.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Jahresabschlussprüfung mit 3.000 Euro und die Steuererklärung mit 800 Euro. Während die Prüfungsrückstellung unverändert blieb, ging die Rückstellung für die Steuererklärung gegenüber dem Vorjahr um 700 Euro zurück.
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 1.619,23 Euro auf 571,87 Euro. Sie bestehen vollständig aus Steuerverbindlichkeiten und sind innerhalb eines Jahres fällig.
Persönliche Haftung für die Windpark-KG
Ein wesentlicher Punkt des Anhangs ist die Stellung der Gesellschaft innerhalb der Unternehmensstruktur: Die Windpark Hoort 2 Verwaltungs GmbH haftet als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin gesamtschuldnerisch für die Windpark Hoort 2 GmbH & Co. KG.
Zugleich hält die Verwaltungs-GmbH laut Anhang keine Anteile an dieser Gesellschaft. Die Haftungsstellung darf daher nicht mit einer in ihrer Bilanz ausgewiesenen Kapitalbeteiligung gleichgesetzt werden.
Die niedrigen eigenen Verbindlichkeiten geben für sich genommen kein vollständiges Bild dieser Haftungsposition. Für deren wirtschaftliche Einordnung wären zusätzliche Angaben zur Windpark-KG erforderlich.
Keine eigenen Mitarbeitenden
Die Verwaltungs-GmbH beschäftigt keine eigenen Mitarbeitenden. Geschäftsführer sind Torsten Hinrichs und Thorsten Erke, die laut Anhang zugleich Geschäftsführer der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH sind. Von der Windpark Hoort 2 Verwaltungs GmbH erhalten sie keine Bezüge.
Das für 2025 erfasste Abschlussprüferhonorar beträgt 3.000 Euro und betrifft ausschließlich die Prüfung des Jahresabschlusses. Ein Bestätigungsvermerk ist in den bereitgestellten Unterlagen nicht enthalten.
Nach Angaben der Gesellschaft bestanden zum Bilanzstichtag keine sonstigen wesentlichen, nicht bilanzierten oder vermerkten finanziellen Verpflichtungen. Im Nachtragsbericht werden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres genannt.
Der Abschluss wurde am 11. März 2026 unterzeichnet und am 18. Mai 2026 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Die bereitgestellte Veröffentlichung trägt das Datum 30. September 2026