Dark Mode Light Mode
Warnungen der IOSCO
Windpark Altenbruch GmbH steigert Gewinn – liquide Mittel gehen deutlich zurück
Identitätsdiebstahl: Was Kriminelle mit gestohlenen Ausweisdaten anrichten können

Windpark Altenbruch GmbH steigert Gewinn – liquide Mittel gehen deutlich zurück

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Der bereitgestellte Jahresabschluss für 2025 trägt das Veröffentlichungsdatum 30. September 2026. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 34.596 Euro beziehungsweise 3,2 Prozent auf rund 1,03 Millionen Euro.

Jahresüberschuss steigt auf knapp 32.000 Euro

Die Gesellschaft weist für 2025 einen Jahresüberschuss von 31.963,61 Euro aus. Im Vorjahr waren es 27.997,12 Euro gewesen. Der Gewinn erhöhte sich damit um 3.966,49 Euro beziehungsweise 14,2 Prozent.

Welche Erträge und Aufwendungen diese Verbesserung im Einzelnen erklären, geht aus den bereitgestellten Unterlagen nicht hervor. Eine vollständige Gewinn- und Verlustrechnung ist darin nicht enthalten. Der Anhang nennt lediglich das Gesamtkostenverfahren als Grundlage ihrer Aufstellung.

Aussagen zur Entwicklung der Umsätze, zu Stromerlösen oder zu einzelnen betrieblichen Kosten sind deshalb nicht möglich.

Liquiditätsbestand sinkt um rund 44.000 Euro

Die Position „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ ging von 92.495,74 Euro auf 48.124,03 Euro zurück. Das entspricht einer Verringerung um 44.371,71 Euro oder rund 48 Prozent.

Dem höheren Jahresgewinn steht somit ein deutlich niedrigerer Bestand an liquiden Mitteln gegenüber. Das ist kein Widerspruch: Ein bilanzieller Gewinn entspricht nicht automatisch einem gleich hohen Mittelzufluss. Welche Zahlungsvorgänge den Rückgang verursacht haben, lässt sich ohne weitere Angaben allerdings nicht nachvollziehen.

Auch das gesamte Umlaufvermögen nahm ab. Es sank von 297.035,09 Euro auf 262.439,36 Euro. Der Rückgang der liquiden Mittel wurde dabei teilweise durch höhere Forderungen ausgeglichen.

Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen wachsen

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhten sich von 193.246,88 Euro auf 204.940,86 Euro. Der Zuwachs beträgt 11.693,98 Euro beziehungsweise rund sechs Prozent.

Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen dagegen von 11.292,47 Euro auf 9.374,47 Euro zurück. Insgesamt stiegen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände auf 214.315,33 Euro.

Nach Angaben im Anhang haben diese Positionen eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Nähere Informationen zu den einzelnen Schuldnern, zur Verzinsung oder zu Sicherheiten enthält der vorgelegte Text nicht.

Beteiligungen bleiben der größte Vermögensposten

Die bilanzierten Beteiligungen blieben mit 769.600 Euro unverändert. Sie machen rund 74,6 Prozent der Bilanzsumme aus und sind damit der größte Aktivposten.

Nach den angegebenen Bewertungsmethoden werden Finanzanlagen zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ist eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgesehen.

Der unveränderte Bilanzansatz zeigt, dass sich der ausgewiesene Buchwert der Beteiligungen nicht verändert hat. Er erlaubt jedoch keine Aussage über deren aktuellen Marktwert oder die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Beteiligungsunternehmen.

Eigene Sachanlagen werden in der vorgelegten Bilanz nicht ausgewiesen. Die Zahlen bieten daher keinen unmittelbaren Überblick über den Wert von Windenergieanlagen.

Eigenkapital deckt fast die gesamte Bilanzsumme

Das Eigenkapital stieg von 1.010.942,14 Euro auf 1.026.906,74 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 15.964,60 Euro beziehungsweise rund 1,6 Prozent.

Das gezeichnete Kapital blieb mit 44.800 Euro unverändert. Der Gewinnvortrag erhöhte sich von 938.145,02 Euro auf 950.143,13 Euro. Hinzu kommt der Jahresüberschuss 2025.

Die rechnerische Eigenkapitalquote stieg von rund 94,8 Prozent auf 99,5 Prozent. Damit wird nahezu die gesamte Bilanzsumme durch Eigenkapital gedeckt. Die Quote beschreibt die bilanzielle Finanzierung der Gesellschaft; sie ersetzt keine Bewertung der Werthaltigkeit ihrer Beteiligungen und Forderungen.

Der Eigenkapitalzuwachs fällt geringer aus als der Jahresüberschuss. Aus dem Eigenkapital des Vorjahres zuzüglich des Gewinns 2025 und abzüglich des Eigenkapitals zum Jahresende ergibt sich eine Differenz von 15.999,01 Euro. Der bereitgestellte Abschluss erläutert nicht, welcher Vorgang dieser eigenkapitalmindernden Veränderung zugrunde liegt. Eine Ausschüttung lässt sich daraus nicht als bestätigte Tatsache ableiten.

Steuerrückstellungen gehen auf null zurück

Die auffälligste Veränderung auf der Passivseite betrifft die Steuerrückstellungen. Während Ende 2024 noch 51.238 Euro ausgewiesen wurden, beträgt der Ansatz zum Jahresende 2025 null Euro.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich leicht von 4.332 Euro auf 4.560 Euro. Insgesamt sank der Rückstellungsbestand damit von 55.570 Euro auf 4.560 Euro.

Ob die Steuerrückstellungen durch Zahlungen in Anspruch genommen, aufgelöst oder auf andere Weise verändert wurden, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Deshalb lässt sich auch kein gesicherter Zusammenhang zwischen ihrem Rückgang und der Entwicklung des Bankguthabens herstellen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 122,95 Euro auf 572,62 Euro. Sie bestehen vollständig aus Steuern und haben eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Haftungsstellung gegenüber der Windpark-KG beachten

Die Windpark Altenbruch GmbH ist laut Anhang seit 2016 persönlich haftende Gesellschafterin der Windpark Altenbruch-Ost GmbH & Co. KG in Cuxhaven.

Diese Stellung ist für die Einordnung des Abschlusses relevant. Die niedrigen eigenen Verbindlichkeiten der GmbH bilden nicht automatisch sämtliche wirtschaftlichen Risiken aus ihrer Haftungsfunktion ab. Für eine weitergehende Bewertung wären auch Informationen über die Verpflichtungen und die wirtschaftliche Lage der KG erforderlich.

Der Abschluss der GmbH allein ermöglicht keine Aussage über die Stromproduktion, die Verschuldung oder die Rentabilität der Windpark Altenbruch-Ost GmbH & Co. KG.

Gewinnvortrag vorgeschlagen

Als Geschäftsführer nennt der Anhang Hartwig Höpcke aus Hamburg. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Ein entsprechender Beschluss der Gesellschafterversammlung ist im bereitgestellten Text nicht enthalten.

Der Jahresabschluss wurde am 27. März 2026 in Cuxhaven unterzeichnet. Er zeigt einen gestiegenen Jahresüberschuss und eine weiterhin hohe bilanzielle Eigenkapitalquote. Zugleich bleiben die Ursachen des deutlichen Liquiditätsrückgangs und des Wegfalls der Steuerrückstellungen offen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Warnungen der IOSCO

Next Post

Identitätsdiebstahl: Was Kriminelle mit gestohlenen Ausweisdaten anrichten können