Die wirtschaftliche Situation bereitet vielen Menschen in Deutschland große Sorgen. Laut der aktuellen Studie „Die Ängste der Deutschen“ fürchten knapp 60 Prozent der Befragten, dass die Lebenshaltungskosten weiter stark steigen könnten.
Damit stehen finanzielle Belastungen ganz oben auf der Sorgenliste. Steigende Preise treffen Verbraucher unmittelbar im Alltag – vom Einkauf bis zu den laufenden Kosten des Haushalts.
Angst vor steigenden Preisen dominiert
Die Ergebnisse zeigen, dass die persönliche wirtschaftliche Situation für viele Bundesbürger derzeit besonders wichtig ist. Knapp sechs von zehn Befragten sorgen sich vor einer weiteren deutlichen Verteuerung des Lebens.
Wie stark einzelne Ausgabenbereiche – etwa Lebensmittel, Energie, Mieten oder Mobilität – zu dieser Sorge beitragen, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor.
Fest steht: Die Entwicklung der Lebenshaltungskosten ist die größte genannte Sorge der Befragten.
Sorge vor höheren Steuern und weniger staatlichen Leistungen
Auch das Vertrauen in die Politik nimmt laut der Studie ab. Dabei richtet sich die Sorge ebenfalls stark auf finanzielle Fragen.
Befragte fürchten unter anderem höhere Steuern und Kürzungen staatlicher Leistungen.
Die Ergebnisse verbinden damit zwei Bereiche miteinander: Auf der einen Seite steht die Angst vor steigenden alltäglichen Kosten, auf der anderen die Befürchtung zusätzlicher finanzieller Belastungen beziehungsweise geringerer staatlicher Unterstützung.
Migration auf Platz drei
Auf dem dritten Platz der Untersuchung steht das Thema Migration.
52 Prozent der Teilnehmer äußern die Sorge, dass die Zahl der Geflüchteten in Deutschland Staat und Gesellschaft überfordern könnte.
Dabei handelt es sich um die Einschätzung der Befragten. Aus diesem Studienergebnis allein lässt sich nicht ableiten, ob oder in welchem Umfang tatsächlich eine Überforderung staatlicher oder gesellschaftlicher Strukturen vorliegt.
Studie läuft bereits seit 1992
Die Untersuchung „Die Ängste der Deutschen“ wird von den R+V-Versicherungen seit 1992 jährlich durchgeführt.
Für die Studie werden jedes Jahr rund 2.400 Menschen zu ihren Ängsten und Sorgen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft befragt. Dadurch soll erfasst werden, welche Themen die Bevölkerung besonders beschäftigen.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen vor allem eines: Der Blick vieler Menschen richtet sich auf den eigenen Geldbeutel. Die Sorge vor weiter steigenden Lebenshaltungskosten steht 2026 an der Spitze.