Die Windpark Dahme-Wahlsdorf 2 GmbH & Co. KG gehört zum GASAG-Konzern. Alleinige Kommanditistin ist die GASAG AG. Persönlich haftende Gesellschafterin und Geschäftsführerin ist die GASAG Windpark Verwaltungs-GmbH, die selbst nicht am Vermögen der Gesellschaft beteiligt ist.
Verlust steigt von 103.000 auf 334.000 Euro
Die auffälligste Entwicklung zeigt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung.
2024 hatte der Windpark bereits einen Fehlbetrag von 102.894,90 Euro ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 erhöhte sich der Verlust auf 334.040,07 Euro.
Damit hat sich der Jahresfehlbetrag mehr als verdreifacht. Gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich das Ergebnis um rund 231.000 Euro.
Bereits vor Steuern stand ein Minus von 321.184,94 Euro in den Büchern. Im Vorjahr waren es 88.008,89 Euro.
Stromgeschäft bringt rund 205.000 Euro weniger Umsatz
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der Umsatzrückgang.
Die Umsatzerlöse sanken von 1,512 Millionen auf 1,306 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um rund 205.400 Euro beziehungsweise 13,6 Prozent.
Der vorliegende Abschluss erläutert allerdings nicht näher, warum die Erlöse zurückgegangen sind. Angaben etwa zur Windproduktion oder zu den erzeugten Kilowattstunden finden sich in den veröffentlichten Unterlagen nicht.
Eine Ursache für den Umsatzrückgang lässt sich deshalb aus dem Jahresabschluss nicht belastbar ableiten.
Gleichzeitig steigen die bezogenen Leistungen
Während die Erlöse zurückgingen, erhöhte sich der Materialaufwand.
Insgesamt stieg er von 368.074 auf 416.759 Euro, ein Plus von rund 13,2 Prozent.
Besonders die Aufwendungen für bezogene Leistungen legten zu: von 349.279 auf 396.554 Euro. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise bezogene Waren erhöhten sich von 18.795 auf 20.205 Euro.
Damit treffen 2025 zwei Entwicklungen aufeinander: weniger Umsatz und höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen.
Fast 887.000 Euro Abschreibungen
Ein weiterer großer Kostenblock sind die Abschreibungen.
Sie lagen 2025 bei 886.657,59 Euro und damit nahezu auf dem Vorjahresniveau von 885.077,54 Euro.
Die Sachanlagen haben zum Jahresende noch einen Buchwert von 8,915 Millionen Euro. Davon entfallen rund 8,121 Millionen Euro auf Erzeugungs- und Bezugsanlagen, 446.000 Euro auf Verteilungsanlagen sowie 348.000 Euro auf Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken.
Die Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern liegen überwiegend zwischen drei und 20 Jahren.
Zinsbelastung sinkt kräftig
Eine Entlastung zeigt sich dagegen bei den Finanzierungskosten.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gingen von 227.601 auf 153.999 Euro zurück. Das entspricht einer Verringerung um rund 32 Prozent.
Allerdings sanken gleichzeitig auch die Zinserträge deutlich – von 78.817 auf 18.935 Euro. Insbesondere die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen fielen von 64.882 auf 5.950 Euro.
Damit konnte die geringere Zinsbelastung die Verschlechterung im operativen Zahlenwerk nicht ausgleichen.
Eigenkapital sinkt um gut 331.000 Euro
Der Verlust schlägt sich unmittelbar in der Eigenkapitalentwicklung nieder.
Das Eigenkapital verringerte sich von 3,056 Millionen auf 2,725 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 331.000 Euro beziehungsweise 10,8 Prozent.
Die ursprünglichen Rücklagen werden mit 3,1 Millionen Euro ausgewiesen. Davon werden inzwischen kumulierte Verlustanteile von rund 437.000 Euro abgezogen. Ende 2024 waren es erst 103.000 Euro.
Bei einer Bilanzsumme von 9,949 Millionen Euro ergibt sich zum Jahresende 2025 eine rechnerische Eigenkapitalquote von rund 27,4 Prozent.
Im Vorjahr waren es noch rund 27,5 Prozent.
Bemerkenswert ist damit: Obwohl das absolute Eigenkapital deutlich sinkt, bleibt die Eigenkapitalquote nahezu konstant, weil gleichzeitig die gesamte Bilanz schrumpft.
Bilanzsumme fällt um 1,18 Millionen Euro
Die Bilanzsumme ging von 11,126 Millionen auf 9,949 Millionen Euro zurück.
Das entspricht einer Verringerung um rund 1,18 Millionen Euro beziehungsweise 10,6 Prozent.
Der größte Teil davon entfällt auf das sinkende Sachanlagevermögen. Dessen Buchwert reduzierte sich von 9,802 Millionen auf 8,915 Millionen Euro.
Daneben gingen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich zurück – von 512.292 auf 234.827 Euro.
Besonders stark sanken die Forderungen gegen verbundene Unternehmen: von rund 266.000 auf nur noch 16.000 Euro.
Bankkredite sinken um 882.000 Euro
Auf der Passivseite zeigt sich dagegen ein erheblicher Schuldenabbau.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 7,762 Millionen auf 6,880 Millionen Euro.
Damit wurden die Bankkredite innerhalb eines Jahres um rund 882.000 Euro beziehungsweise 11,4 Prozent reduziert.
Von den verbleibenden Bankverbindlichkeiten sind 845.000 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Rund 6,035 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Davon wiederum laufen 2,705 Millionen Euro länger als fünf Jahre.
Die gesamten Verbindlichkeiten gingen von 7,830 Millionen auf 6,946 Millionen Euro zurück.
Bankguthaben bleibt bei rund 741.000 Euro
Trotz des Schuldenabbaus blieb das Bankguthaben nahezu unverändert.
Zum Jahresende lagen 740.971 Euro auf Bankkonten. Ende 2024 waren es 741.902 Euro.
Der Rückgang beträgt damit lediglich rund 900 Euro.
Allerdings ist ein wesentlicher Teil dieser Liquidität nicht frei verfügbar.
Von den Bankguthaben sind 460.000 Euro verpfändet, um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzusichern. Das entspricht rund 62 Prozent des gesamten ausgewiesenen Bankguthabens.
Bei einer Beurteilung der Liquiditätsposition sollte deshalb nicht so getan werden, als stünden sämtliche 741.000 Euro uneingeschränkt zur Verfügung.
Weitere Verpflichtungen von 5,69 Millionen Euro
Neben den bilanzierten Schulden bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen.
Diese werden im Anhang mit insgesamt 5,690 Millionen Euro angegeben. Davon entfallen 12.000 Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Welche Laufzeiten und konkreten Vertragsarten hinter dem Gesamtbetrag stehen, wird in dem vorliegenden Abschnitt nicht weiter aufgeschlüsselt.
GASAG ist alleinige Kommanditistin
Die Gesellschaft ist eng in den GASAG-Konzern eingebunden.
Die GASAG AG ist alleinige Kommanditistin. Das Festkapital beträgt lediglich 1.000 Euro. Hinzu kommen Rücklagen von ursprünglich 3,1 Millionen Euro sowie Gewinn- und Verlustverrechnungskonten.
Der Windpark wird im GASAG-Konzernabschluss als verbundenes Unternehmen vollkonsolidiert.
Darüber hinaus besteht ein Cash-Pooling-Vertrag mit der GASAG. Im Rahmen dieses Vertrags steht der Windparkgesellschaft ein Kontokorrentkredit von 250.000 Euro zur Verfügung.
Verlust steigt – Finanzierung wird trotzdem zurückgeführt
Der Jahresabschluss 2025 zeigt damit ein gemischtes Bild.
Auf der Ertragsseite fällt die Entwicklung deutlich schwächer aus: Der Umsatz sinkt um 13,6 Prozent, der Materialaufwand steigt und der Jahresverlust erhöht sich von knapp 103.000 auf rund 334.000 Euro.
Gleichzeitig wird die Finanzierung weiter zurückgeführt. Die Bankkredite sinken um rund 882.000 Euro, die gesamten Verbindlichkeiten um rund 884.000 Euro. Das Bankguthaben bleibt dabei mit etwa 741.000 Euro nahezu unverändert – wobei 460.000 Euro davon verpfändet sind.
Auch das Eigenkapital bleibt mit rund 2,725 Millionen Euro positiv. Seine Quote liegt trotz des hohen Jahresverlusts mit rund 27,4 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau, weil sich parallel die Bilanzsumme deutlich verkleinert.