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Berlin-Wahl 2026: Erste Prognose sieht Linke deutlich vor der CDU

qimono (CC0), Pixabay

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zeichnet sich nach der ersten Prognose vom Sonntagabend ein deutlicher Vorsprung der Linken ab. Die Partei kommt demnach auf 26 Prozent und liegt damit sechs Prozentpunkte vor der CDU mit 20 Prozent.

Auf Platz drei folgen nach der ersten Prognose die Grünen mit 15,5 Prozent. Die AfD erreicht 13,5 Prozent, die SPD 12 Prozent. Das BSW liegt mit 5 Prozent genau an der für den Einzug ins Abgeordnetenhaus wichtigen Fünf-Prozent-Marke.

Damit fällt der Abstand zwischen Linken und CDU in der ersten Prognose wesentlich größer aus, als es die letzten Umfragen vor der Wahl erwarten ließen. Noch am 10. September hatte der BerlinTrend von Infratest dimap die Linke bei 21 Prozent und die CDU bei 20 Prozent gesehen.

Prognose ist noch kein Wahlergebnis

Wichtig ist: Bei den um 18 Uhr veröffentlichten Zahlen handelt es sich zunächst um eine Wahlprognose und noch nicht um das ausgezählte Wahlergebnis. Die Prognose basiert auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern nach der Stimmabgabe in ausgewählten Wahllokalen. Erst im Laufe des Abends folgen Hochrechnungen, in die tatsächlich ausgezählte Stimmen einfließen. Das vorläufige amtliche Ergebnis wird später festgestellt.

Sollten sich die Zahlen im weiteren Verlauf des Wahlabends bestätigen, hätte sich das Kräfteverhältnis im Berliner Abgeordnetenhaus gegenüber der Wiederholungswahl 2023 deutlich verändert. Damals war die CDU mit 28,2 Prozent stärkste Kraft geworden.

Welche Regierungskoalition sich aus dem Wahlergebnis ergeben könnte, lässt sich anhand der ersten Prognose noch nicht abschließend beurteilen. Dafür müssen insbesondere die weiteren Hochrechnungen und das endgültige Abschneiden der Parteien abgewartet werden.

 

Wenn sich die von Ihnen genannte erste Prognose im weiteren Wahlabend bestätigt, hätte das für Berlin erhebliche Konsequenzen. Wichtig: Um 18 Uhr handelt es sich noch nicht um das amtliche Endergebnis; die Hochrechnungen und Auszählungen können die Werte noch verändern.

Für die bisherige Regierung aus CDU und SPD wäre eine Fortsetzung nach diesen Zahlen praktisch nicht möglich. Schon vor der Wahl deuteten die Umfragen darauf hin, dass Schwarz-Rot seine parlamentarische Mehrheit verliert.

Die Linke wäre mit 26 Prozent erstmals klar stärkste Kraft und hätte damit eine starke Ausgangsposition für die anschließenden Koalitionsgespräche. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie auch die Regierung führt oder die Regierende Bürgermeisterin stellt. Der Regierungschef beziehungsweise die Regierungschefin wird vom neu gewählten Abgeordnetenhaus gewählt und benötigt dort die erforderliche Mehrheit.

Besonders wichtig wäre deshalb die Frage nach einer Mehrheit von Linken, Grünen und SPD. Nach Ihrer Prognose kommen diese drei Parteien zusammen auf 53,5 Prozent der Stimmen. Ob daraus tatsächlich eine Mehrheit der Sitze entsteht, hängt unter anderem davon ab, welche Parteien letztlich die Fünf-Prozent-Hürde überwinden und wie die Mandate verteilt werden. Bereits vor der Wahl galt Linke–Grüne–SPD als eine der rechnerisch möglichen Regierungsvarianten.

Für die CDU wäre das Ergebnis ein deutlicher Rückschlag. Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte sie noch 28,2 Prozent erreicht; die von Ihnen genannte Prognose sieht sie jetzt bei 20 Prozent.

Spannend ist außerdem das BSW mit genau 5 Prozent. Schon geringe Veränderungen bei den Hochrechnungen könnten darüber entscheiden, ob die Partei ins Abgeordnetenhaus einzieht. Das wiederum kann die Sitzverteilung und damit die Mehrheitsverhältnisse beeinflussen.

Kurz gesagt: Bestätigt sich die Prognose, steht Berlin wahrscheinlich vor einem Regierungswechsel beziehungsweise zumindest vor einer völlig neuen Regierungsbildung. Wer tatsächlich regiert, ist mit der ersten Prognose aber noch nicht entschieden.

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