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Porsche könnte weitere 4.000 Stellen verlieren – VW hält bisherige Sparmaßnahmen offenbar für nicht ausreichend

CreaPark (CC0), Pixabay

Beim Sportwagenhersteller Porsche könnte ein weiterer umfangreicher Stellenabbau bevorstehen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ gibt es im Volkswagen-Konzern Überlegungen, die Zahl der Beschäftigten in der Markengruppe „Sport Luxury“, zu der Porsche gehört, um rund 4.100 Mitarbeiter zu reduzieren.

Dabei handelt es sich bislang allerdings nicht um einen bereits beschlossenen Abbau von 4.100 Porsche-Arbeitsplätzen. Nach dem Bericht ergeben sich die Zahlen aus Unterlagen zu einem Aufsichtsratsbeschluss bei Volkswagen von Anfang September. Der darin vorgesehene Sparplan soll ausdrücklich zusätzlich zu bereits bestehenden Vereinbarungen gelten.

Weitere Einsparungen offenbar notwendig

Hintergrund sind die wirtschaftlichen Probleme bei Porsche und die daraus resultierenden Belastungen für den Volkswagen-Konzern. Allein bei den sogenannten Gemeinkosten besteht dem Bericht zufolge eine Einsparlücke von rund 700 Millionen Euro.

Gemeinkosten sind vereinfacht gesagt Ausgaben, die nicht unmittelbar einem einzelnen produzierten Fahrzeug zugerechnet werden können. Dazu gehören beispielsweise Kosten für Verwaltung, Organisation oder andere zentrale Unternehmensbereiche.

Volkswagen hatte zudem seine Prognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Für 2026 erwartet der Konzern nur noch eine operative Umsatzrendite von rund einem Prozent. Zuvor waren vier bis 5,5 Prozent erwartet worden.

Eine wesentliche Belastung ist eine Milliardenabschreibung im Zusammenhang mit Porsche.

Bereits 5.000 Stellen bis 2035 vorgesehen

Porsche hatte bereits im Juli beschlossen, zur Senkung der Personalkosten weitere 5.000 Stellen bis 2035 zu streichen. Die nun genannten rund 4.100 Beschäftigten würden nach dem Bericht zu zusätzlichen Sparüberlegungen gehören.

Ob und in welchem Umfang daraus tatsächlich weitere Stellenstreichungen bei Porsche entstehen, ist derzeit jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Dabei spielt auch die Unternehmensstruktur eine Rolle. Porsche ist als eigenständiges Unternehmen organisiert. Der Volkswagen-Konzern kann deshalb entsprechende Maßnahmen bei Porsche nicht ohne Weiteres anordnen, sondern Empfehlungen beziehungsweise Vorgaben im Rahmen seiner gesellschaftsrechtlichen Möglichkeiten machen.

Für die Beschäftigten bedeutet die derzeitige Diskussion deshalb noch keine bereits feststehende Kündigung oder den sicheren Wegfall von weiteren 4.000 Arbeitsplätzen. Zunächst geht es um Sparziele und mögliche Personalreduzierungen, deren konkrete Umsetzung noch festgelegt werden müsste.

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