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Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD liegt in erster Prognose knapp vor der SPD

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich nach der ersten Prognose ein enges Rennen zwischen AfD und SPD ab. Nach den am Sonntagabend veröffentlichten ersten Zahlen liegt die AfD knapp vor der bislang regierenden SPD. Die Auszählung der Stimmen läuft noch, ein amtliches Endergebnis liegt damit noch nicht vor.

Besonders schwierig stellt sich die Situation für die CDU dar. Nach der ersten Prognose liegt sie bei lediglich rund fünf Prozent und muss damit um den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag bangen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt für die Sitzverteilung grundsätzlich die Fünf-Prozent-Hürde.

Noch in der letzten ARD-Vorwahlumfrage vom 10. September war die CDU bei sieben Prozent gesehen worden. Damals lag die AfD bei 38 Prozent und die SPD bei 33 Prozent.

Regierungsbildung könnte schwierig werden

Sollte die AfD am Ende tatsächlich stärkste Partei werden, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch die Landesregierung stellt. Entscheidend ist, welche Parteien im neuen Landtag gemeinsam über eine Mehrheit der Sitze verfügen und sich auf eine Regierungsbildung verständigen können.

Schon vor der Wahl deuteten die Umfragen darauf hin, dass die bisherige Koalition aus SPD und Linken ihre parlamentarische Mehrheit verlieren könnte. Gleichzeitig spielten die kleineren Parteien eine entscheidende Rolle für mögliche neue Mehrheiten.

Besonders wichtig ist deshalb, welche Parteien die Fünf-Prozent-Hürde tatsächlich überwinden. Schon geringe Veränderungen während der Auszählung können die Zusammensetzung des Landtages und damit auch die rechnerisch möglichen Koalitionen erheblich verändern.

Deutliche Veränderung gegenüber 2021 möglich

Bei der Landtagswahl 2021 hatte die SPD noch 39,6 Prozent erreicht. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent und die Linke auf 9,9 Prozent.

Sollten sich die ersten Zahlen dieses Wahlabends bestätigen, hätte sich das politische Kräfteverhältnis in Mecklenburg-Vorpommern damit erheblich verändert.

Für eine abschließende Bewertung ist es allerdings noch zu früh. Eine erste Prognose ist kein Wahlergebnis. Erst mit den Hochrechnungen und der fortschreitenden Auszählung wird klarer, wie viele Parteien tatsächlich in den Landtag einziehen und welche Mehrheiten anschließend möglich sind.

 

Nach der ersten ARD-Prognose zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegen die Parteien derzeit bei:

  • AfD: 37,0 %
  • SPD: 35,5 %
  • CDU: 5,5 %

Damit liegt die AfD zunächst 1,5 Prozentpunkte vor der SPD. Die CDU liegt nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Für Linke, Grüne, BSW und die sonstigen Parteien weist die mir aktuell vorliegende verlässliche Quelle noch nicht alle Werte der ersten Prognose aus. Ich möchte Ihnen deshalb keine Zahlen aus der letzten Umfrage als Wahlergebnis unterschieben.

Es handelt sich weiterhin um eine Prognose kurz nach Schließung der Wahllokale, nicht um das endgültige Wahlergebnis.

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