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Deutschlands größter Gasspeicher fast leer: Staatskonzern Sefe kauft nun Gas nach
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Deutschlands größter Gasspeicher fast leer: Staatskonzern Sefe kauft nun Gas nach

shmai (CC0), Pixabay

Ausgerechnet der staatliche Energiekonzern Sefe, früher die deutsche Tochter des russischen Gazprom-Konzerns, hat seinen großen Gasspeicher in Rehden nur zu weniger als zehn Prozent gefüllt. Das sorgt vor dem kommenden Winter für Kritik.

Deutschland hatte die frühere Gazprom Germania 2022 zunächst unter staatliche Kontrolle gestellt und später verstaatlicht. Das Unternehmen erhielt den Namen Securing Energy for Europe (Sefe). Damit sollte vor allem die deutsche Gasversorgung gesichert werden.

Warum ist der Speicher so leer?

Der Grund ist vor allem der Gaspreis. Normalerweise kaufen Händler im Sommer günstiges Gas, speichern es ein und verkaufen es im Winter teurer.

Derzeit ist Gas jedoch bereits teuer. Für Unternehmen kann es deshalb ein Verlustgeschäft sein, jetzt Gas zu kaufen und einzulagern.

Auch Sefe arbeitet trotz staatlicher Eigentümerschaft grundsätzlich wirtschaftlich und hat deshalb offenbar lange nicht ausreichend Gas eingelagert.

Jetzt soll Sefe Gas kaufen

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt grundsätzlich weiterhin auf den Markt. Im Fall von Sefe soll nun aber zusätzlich Gas beschafft werden.

Das Problem ist nicht nur Rehden. Deutschlands Gasspeicher sind insgesamt derzeit lediglich zu rund 56 Prozent gefüllt. Der Speicher Rehden ist besonders wichtig, weil er rund ein Fünftel der deutschen Speicherkapazität ausmacht.

Bei einem normalen Winter muss daraus nicht automatisch ein Gasmangel entstehen. Deutschland kann heute zusätzlich große Mengen Flüssiggas (LNG) und Pipelinegas beziehen.

Problematisch könnte es aber werden, wenn mehrere ungünstige Ereignisse gleichzeitig eintreten – beispielsweise ein sehr kalter Winter, der Ausfall wichtiger Pipelinelieferungen oder Probleme bei den LNG-Lieferungen.

Dann könnten Gaspreise stark steigen und im schlimmsten Fall Versorgungsprobleme entstehen.

Besonders brisant ist die Geschichte von Sefe: Das Unternehmen gehörte früher zum russischen Staatskonzern Gazprom und wurde gerade deshalb vom deutschen Staat übernommen, um die Energieversorgung Deutschlands abzusichern.

Dass ausgerechnet der größte Speicher dieses Staatsunternehmens kurz vor der Heizperiode nur sehr schwach gefüllt ist, sorgt deshalb für Kritik.

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