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Milliardenstreit bei der FIFA: UEFA und CONCACAF fordern Ausschüttung an 211 Mitgliedsverbände

20381303 (CC0), Pixabay

Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino hält an. Im Mittelpunkt steht diesmal das Vermögen des Weltfußballverbandes. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin und CONCACAF-Präsident Victor Montagliani fordern eine zusätzliche Milliardenausschüttung an die 211 Mitgliedsverbände der FIFA.

Nach ihrem Vorschlag soll jeder nationale Verband im Zeitraum von 2027 bis 2030 mindestens zehn Millionen US-Dollar zusätzlich erhalten. Insgesamt würde die Ausschüttung damit rund 2,1 Milliarden Dollar betragen. Das Geld soll unter anderem für Fußballplätze, Infrastruktur und die Entwicklung des Fußballs verwendet werden. Bereits bestehende Förderungen aus dem FIFA-Forward-Programm sollen davon unberührt bleiben.

FIFA-Reserven könnten auf sechs Milliarden Dollar steigen

Čeferin und Montagliani begründen ihre Forderung mit der finanziellen Situation des Weltverbandes. Nach ihrer Darstellung könnten die FIFA-Reserven zum Ende des Finanzzyklus 2023 bis 2026 auf rund sechs Milliarden Dollar anwachsen. Gleichzeitig fordern sie eine unabhängige Überprüfung der finanziellen Reserven.

Der Streit steht auch im Zusammenhang mit einem inzwischen aufgegebenen FIFA-Vorhaben, externe Investoren an kommerziellen Rechten von FIFA-Wettbewerben zu beteiligen. Dieses Projekt hatte innerhalb des internationalen Fußballs erheblichen Widerstand ausgelöst. Die FIFA kündigte inzwischen an, dem FIFA-Rat einen Bericht über das gescheiterte Vorhaben vorzulegen.

UEFA, AFC und CONCACAF hatten bereits zuvor öffentlich eine unabhängige Untersuchung gefordert und die Vorgehensweise der FIFA-Führung scharf kritisiert. Dabei handelt es sich um die Position dieser Verbände; die darin erhobenen Vorwürfe sind entsprechend als deren Bewertung einzuordnen.

Konflikt geht über die Milliarden hinaus

Die Diskussion über die Verteilung des FIFA-Vermögens ist inzwischen Teil eines größeren Konflikts über Führung, Transparenz und Entscheidungsstrukturen innerhalb des Weltverbandes.

Infantino beabsichtigt, bei der für 18. März 2027 in Rabat vorgesehenen FIFA-Präsidentenwahl erneut anzutreten. Innerhalb der UEFA wird zugleich über einen möglichen Gegenkandidaten gesprochen. Bislang steht nach öffentlich verfügbaren Informationen jedoch noch kein endgültiger Herausforderer fest.

Die Forderung nach zusätzlichen 2,1 Milliarden Dollar für die Mitgliedsverbände dürfte die Debatte weiter verschärfen. Ob die FIFA dem Vorschlag folgt, ist derzeit offen. Nach Angaben von Reuters lag zunächst noch keine Stellungnahme des Weltverbandes zu der neuen Forderung vor.

Fest steht damit zunächst nur: Der Streit um die FIFA-Führung und die Verwendung ihrer Milliardenreserven ist noch lange nicht beendet.

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