Die Windpark Bresegard Beteiligungs GmbH aus Bremen hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Gleichzeitig hat sich die Kapitalausstattung der Gesellschaft deutlich verbessert. Die Bilanzsumme stieg kräftig, die Finanzanlagen wurden ausgebaut und erstmals wird eine Kapitalrücklage von 13.000 Euro ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 21.481,76 Euro. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 12.680,42 Euro. Das entspricht einem Anstieg um rund 69 Prozent.
Finanzanlagen auf 11.000 Euro ausgebaut
Das Anlagevermögen erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 8.000 Euro auf 11.000 Euro. Es besteht vollständig aus Finanzanlagen. Nach den Angaben im Anhang handelt es sich dabei um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt werden.
Noch stärker entwickelten sich die liquiden Mittel. Die Bankguthaben stiegen von 4.680,42 Euro auf 10.481,76 Euro und haben sich damit mehr als verdoppelt.
Weitere Positionen des Umlaufvermögens werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen.
Jahresverlust steigt deutlich
Trotz der verbesserten Bilanzstruktur schreibt die Beteiligungsgesellschaft weiterhin rote Zahlen. Für 2025 wird ein Jahresfehlbetrag von 3.821,71 Euro ausgewiesen.
Im Vorjahr hatte der Verlust 2.323,04 Euro betragen. Damit ist der Jahresfehlbetrag um knapp 65 Prozent gestiegen.
Hinzu kommt ein Verlustvortrag von 14.149,58 Euro. Im Vorjahr hatte dieser noch bei 11.826,54 Euro gelegen. Die über die Jahre angesammelten Verluste belasten damit weiterhin die Kapitalposition.
13.000 Euro neue Kapitalrücklage
Auf der anderen Seite wurde die Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt. Neben dem unveränderten gezeichneten Kapital von 25.000 Euro weist die Gesellschaft zum Jahresende erstmals eine Kapitalrücklage von 13.000 Euro aus.
Dadurch erhöhte sich das gesamte Eigenkapital trotz des neuerlichen Jahresfehlbetrags von 10.850,42 Euro auf 20.028,71 Euro.
Damit sind mehr als 93 Prozent der Bilanzsumme durch Eigenkapital gedeckt.
Keine Verbindlichkeiten ausgewiesen
Auffällig ist außerdem die Passivseite der Bilanz: Zum 31. Dezember 2025 werden keine Verbindlichkeiten ausgewiesen. Neben dem Eigenkapital bestehen lediglich Rückstellungen von 1.453,05 Euro.
Diese gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Ende 2024 hatten die Rückstellungen noch 1.830 Euro betragen.
Die Bilanz weist damit zum Stichtag keine klassischen Fremdverbindlichkeiten gegenüber Banken, Lieferanten oder verbundenen Unternehmen aus.
Teil des wpd-Konzerns
Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den Angaben im Anhang im Unternehmensregister offengelegt.
Die Windpark Bresegard Beteiligungs GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches als kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB eingestuft.
Der Jahresabschluss trägt das Datum 13. Januar 2026. Die formelle Feststellung erfolgte am 20. April 2026.
Mehr Kapital und Liquidität – aber höhere Verluste
Die Bilanz für 2025 zeigt damit zwei unterschiedliche Entwicklungen. Finanziell präsentiert sich die Gesellschaft zum Jahresende mit höherem Eigenkapital, deutlich mehr Bankguthaben und gestiegenen Finanzanlagen. Gleichzeitig hat sich der laufende Jahresverlust gegenüber 2024 erheblich vergrößert.
Besonders ins Auge fällt die neue Kapitalrücklage von 13.000 Euro. Sie sorgt dafür, dass das Eigenkapital trotz der aufgelaufenen Verluste deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Die entscheidende Entwicklung bleibt jedoch, ob die Gesellschaft ihre wiederkehrenden Fehlbeträge künftig reduzieren kann.