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Trump schenkt drei Mitarbeitern jeweils 45.000 Dollar – Ethikexperten diskutieren Rechtslage

RobinHiggins (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat drei engen Mitarbeitern des Weißen Hauses zu Weihnachten jeweils 45.000 US-Dollar in bar geschenkt. Zu den Empfängern gehören seine Assistentin Natalie Harp, Kommunikationsberaterin Margo Martin und der persönliche Assistent Chamberlain Harris. Die Zahlungen wurden in öffentlich zugänglichen finanziellen Offenlegungserklärungen als Weihnachtsgeschenke angegeben.

Die Summe ist beträchtlich: Nach Angaben der Washington Post verdienen die drei Beschäftigten jeweils rund 150.000 Dollar pro Jahr. Das Geschenk entspricht damit etwa 30 Prozent eines Jahresgehalts. Zusätzlich meldete Walt Nauta, Direktor für die Abläufe im Oval Office, ein Geschenk Trumps in Höhe von 20.000 Dollar.

Warum die Geschenke rechtliche Fragen aufwerfen

Interessant ist vor allem die Frage, ob ein Präsident als Privatperson einem ihm unterstellten Bundesbediensteten eine derart hohe Geldsumme schenken darf. Die Rechtslage wird von Fachleuten unterschiedlich beurteilt.

Richard Painter, früher leitender Ethikjurist im Weißen Haus unter Präsident George W. Bush und Trump-Kritiker, sagte der Washington Post, die Zahlungen könnten gegen Vorschriften verstoßen, die verhindern sollen, dass das Gehalt von Bundesbediensteten durch Zahlungen aus anderen Quellen ergänzt wird.

Der frühere amtierende Leiter des US Office of Government Ethics, Don Fox, bewertete die Situation zurückhaltender. Nach seiner Einschätzung lässt sich anhand der bislang bekannten Tatsachen nicht eindeutig feststellen, dass die Zahlungen eine verbotene Gehaltsaufstockung darstellen. Entscheidend könnte beispielsweise sein, warum Trump das Geld gezahlt hat und ob die Zahlungen in irgendeiner Weise mit der beruflichen Tätigkeit der Mitarbeiter verbunden waren.

Das Weiße Haus vertritt laut dem von dir zitierten ORF-Bericht die Position, dass es sich um private Weihnachtsgeschenke gehandelt habe, die nicht mit den dienstlichen Aufgaben der Empfänger verbunden seien und deshalb zulässig seien.

Ungewöhnliche Größenordnung

Unabhängig von der abschließenden rechtlichen Bewertung ist die Größenordnung ungewöhnlich. Der Washington Post zufolge konnten von den befragten ehemaligen Regierungs- und Ethikexperten keine vergleichbaren öffentlich bekannten Fälle genannt werden, in denen ein US-Präsident Mitarbeitern des Weißen Hauses persönliche Geldgeschenke dieser Größenordnung gemacht habe.

Fox verwies außerdem auf ein anderes mögliches Problem: Ein außergewöhnlich großes persönliches Geschenk eines Vorgesetzten könne bei einem Mitarbeiter zumindest den Eindruck einer besonderen persönlichen Verpflichtung gegenüber dem Schenkenden erzeugen. Das ist eine ethische Bewertung des Experten und kein Nachweis eines Rechtsverstoßes.

Natalie Harp gehört zu Trumps engstem Mitarbeiterkreis

Besondere Aufmerksamkeit erhält Natalie Harp. Sie trägt offiziell den Titel Executive Assistant to the President und gehört seit Jahren zu Trumps unmittelbarem Umfeld. Unter anderem stellt sie ihm ausgedruckte Nachrichtenartikel, Beiträge aus sozialen Medien und andere Informationen zur Verfügung und ist auch an der Betreuung seines Truth-Social-Auftritts beteiligt.

Harp arbeitete bereits zwischen Trumps beiden Präsidentschaften in seinem Umfeld in Florida und war auch während seines Wahlkampfs tätig. Im Juli 2026 gehörte sie zu einer kleinen Gruppe enger Mitarbeiter, die Trump bei einem geheim gehaltenen Flugzeugwechsel in der Türkei begleiteten, der aufgrund einer möglichen iranischen Bedrohung vorgenommen wurde.

Was bislang feststeht

Gesichert ist damit, dass die 45.000-Dollar-Zahlungen in den finanziellen Offenlegungen angegeben wurden. Umstritten ist dagegen ihre rechtliche und ethische Einordnung. Das Weiße Haus betrachtet sie als zulässige private Geschenke; von der Washington Post befragte Ethikexperten kommen hinsichtlich eines möglichen Verstoßes gegen Vorschriften für Bundesbedienstete zu unterschiedlichen Einschätzungen.

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