Bei einer großen Flugshow in Griechenland ist es am Samstag zu einem tödlichen Unglück gekommen. Ein Kampfjet der griechischen Luftwaffe stürzte während einer Vorführung auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra, rund 60 Kilometer nördlich von Athen, ab.
Bei der Maschine handelte es sich um eine zweisitzige F-4 Phantom. Nach Angaben der griechischen Luftwaffe konnten die beiden Piloten nicht lebend geborgen werden.
Tausende Besucher der „Athens Flying Week“ wurden Augenzeugen des Absturzes.
Kampfjet verliert im Tiefflug plötzlich an Höhe
Die F-4 befand sich während ihrer Vorführung im Tiefflug, als die Maschine nach Medienberichten plötzlich an Höhe verlor und am Rand des Militärflugplatzes abstürzte.
Augenzeugen berichteten von einer möglichen Explosion unmittelbar vor dem Absturz. Ob es tatsächlich eine Explosion gab und was sie ausgelöst haben könnte, ist bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.
Die genaue Unglücksursache ist noch unbekannt.
Nach dem Aufprall stieg eine gewaltige schwarze Rauchwolke über dem Gelände auf. Das Flugzeug soll beim Absturz in mindestens zwei größere Teile zerbrochen sein.
Absturz nur rund einen Kilometer von deutschem A400M entfernt
Besonders dramatisch: Auch die deutsche Luftwaffe war bei der Flugshow vertreten.
Die Bundeswehr hatte unter anderem einen Airbus A400M Atlas, einen Eurofighter und einen Tornado nach Griechenland geschickt.
Nach den vorliegenden Informationen ereignete sich der Absturz nur etwa 1.000 Meter vom deutschen A400M entfernt. Deutsche Soldaten befanden sich damit in unmittelbarer Nähe des Unglücksortes.
Der deutsche Airbus war nicht in den Unfall verwickelt.
Keine Zuschauer verletzt
Trotz der Nähe zu den Besuchern gab es unter den Zuschauern nach bisherigen Angaben keine Verletzten.
Nach dem Absturz wurde die Flugshow abgebrochen.
Die Rettungs- und Löscharbeiten liefen mit einem großen Aufgebot. Rund 85 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Zusätzlich unterstützten insgesamt elf Löschflugzeuge und Hubschrauber die Arbeiten aus der Luft.
Zwei Piloten sterben bei dem Unglück
Zunächst bestand Unklarheit über das Schicksal der beiden Besatzungsmitglieder. Später wurde bekannt, dass beide Piloten den Absturz nicht überlebt haben.
Damit endete die Flugschau, die eigentlich militärische und zivile Luftfahrt einem großen Publikum präsentieren sollte, in einer Tragödie.
Die jährlich stattfindende „Athens Flying Week“ gilt nach Angaben der Veranstalter als größte Flugschau Südosteuropas und erstreckt sich normalerweise über zwei Tage.
Warum die F-4 Phantom während ihrer Vorführung abstürzte, müssen nun die Untersuchungen klären. Offizielle Angaben zur Ursache des Unglücks liegen bislang nicht vor.