Eine 103 Jahre alte Frau aus Bremen hat sich erfolgreich gegen dreiste Trickbetrüger zur Wehr gesetzt. Drei Männer hatten sich als angebliche Mitarbeiter der Wasserversorgung ausgegeben, um sich Zutritt zu ihrer Wohnung zu verschaffen. Doch statt Beute zu machen, mussten die falschen Handwerker unverrichteter Dinge fliehen.
Nach Angaben der Polizei klingelten die Täter bei der Seniorin und behaupteten, Arbeiten an der Wasserversorgung durchführen zu müssen. Mit dieser Masche gelang es ihnen zunächst, in die Wohnung der Frau zu gelangen – ein Vorgehen, das Kriminelle immer wieder nutzen, um ältere Menschen abzulenken und währenddessen Bargeld oder Wertsachen zu stehlen.
Doch die 103-Jährige ließ sich nicht täuschen. Als ihr das Verhalten der Männer zunehmend verdächtig vorkam, reagierte sie entschlossen. Sie forderte die vermeintlichen Handwerker lautstark auf, ihre Wohnung sofort zu verlassen.
Besonders couragiert ging die Seniorin gegen einen der Männer vor, der sich im Badezimmer befand. Nach Angaben der Polizei griff sie ihm beherzt in den Nacken und machte unmissverständlich klar, dass die Männer unerwünscht waren.
Die ungewöhnlich entschlossene Reaktion zeigte Wirkung. Die drei Täter verließen die Wohnung, ohne etwas zu stehlen. Die Polizei bestätigte, dass der Seniorin kein materieller Schaden entstanden ist.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie häufig Betrüger versuchen, insbesondere ältere Menschen mit frei erfundenen Geschichten hereinzulegen. Unter Vorwänden wie Wasserrohrkontrollen, Strom- oder Heizungsarbeiten verschaffen sie sich Zugang zu Wohnungen, während Komplizen unbemerkt nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen suchen.
Die Polizei rät deshalb grundsätzlich dazu, unbekannte Personen nicht ungeprüft in die Wohnung zu lassen. Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen kündigen notwendige Arbeiten in der Regel vorher an oder können sich eindeutig ausweisen. Im Zweifel sollten Betroffene die Tür geschlossen halten, den Arbeitgeber der vermeintlichen Handwerker kontaktieren oder Angehörige beziehungsweise die Polizei informieren.
Im Bremer Fall bewahrte jedoch vor allem der Mut der 103-Jährigen sie vor einem möglichen Diebstahl. Mit ihrer entschlossenen Reaktion vereitelte sie den Betrugsversuch und setzte den falschen Handwerkern ein deutliches Zeichen.