Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF warnt vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Kriminelle den Namen der regulierten Vermögensverwaltungsgesellschaft iM Global Partner Asset Management S.A. missbrauchen. Nach Angaben der Behörde nutzen Unbekannte gefälschte Internetseiten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, um den Eindruck zu erwecken, sie handelten im Namen des Finanzunternehmens. Die echte Gesellschaft steht nach Angaben der CSSF in keinerlei Zusammenhang mit den Aktivitäten.
Im Mittelpunkt der Warnung stehen die Internetseiten www.imgpartners.cm sowie www.loom-hello-95431323.figma.site. Beide werden nach Angaben der CSSF von bislang unbekannten Personen genutzt, die sich unberechtigt als Vertreter der iM Global Partner Asset Management S.A. ausgeben.
Darüber hinaus verwenden die Täter E-Mail-Adressen nach dem Muster Firstname.Lastname@imgpartners.cm sowie die Telefonnummern +39 350 878 8314 und +39 021 234 5678, um potenzielle Anleger zu kontaktieren.
CSSF spricht von Identitätsdiebstahl
Die Finanzaufsicht stuft den Fall als Identitätsdiebstahl und unerlaubte Aktivitäten ein.
Bei dieser Betrugsform nutzen Kriminelle den Namen eines tatsächlich existierenden und regulierten Finanzunternehmens, um Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen. Häufig werden dabei Firmenname, Logos oder Kontaktdaten teilweise übernommen oder täuschend ähnlich nachgebildet.
Für Verbraucher ist eine Fälschung oftmals nur schwer zu erkennen, insbesondere wenn professionell gestaltete Internetseiten oder E-Mails verwendet werden.
Regulierte Gesellschaft ist selbst Opfer
Nach Angaben der CSSF besitzt die iM Global Partner Asset Management S.A. eine Zulassung als Verwaltungsgesellschaft nach Kapitel 15 des luxemburgischen Gesetzes vom 17. Dezember 2010 über Organismen für gemeinsame Anlagen.
Die Behörde stellt ausdrücklich klar, dass das Unternehmen keine Verbindung zu den genannten Internetseiten, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern hat.
Die Gesellschaft ist damit selbst Opfer des Identitätsmissbrauchs.
Gefälschte Domains sind häufiges Warnsignal
Auffällig ist insbesondere die verwendete Domain imgpartners.cm.
Während seriöse Finanzunternehmen üblicherweise ihre offiziellen Unternehmensdomains nutzen, registrieren Betrüger häufig Internetadressen mit geringfügigen Abweichungen oder ungewöhnlichen Domain-Endungen, um Verwechslungen hervorzurufen.
Auch die Nutzung einer über die Designplattform Figma bereitgestellten Website zeigt, dass Kriminelle zunehmend moderne Online-Dienste einsetzen, um professionell wirkende Webseiten zu erstellen und Anleger zu täuschen.
Anleger sollten Angebote sorgfältig prüfen
Die CSSF empfiehlt Anlegern, vor einer Geldanlage stets sorgfältig zu überprüfen, ob ein Anbieter tatsächlich über eine behördliche Zulassung verfügt und ob Internetadresse, E-Mail-Domain sowie Kontaktdaten mit den offiziellen Angaben des Finanzunternehmens übereinstimmen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Interessenten unaufgefordert telefonisch oder per E-Mail kontaktiert werden oder unter Zeitdruck zu einer Investition gedrängt werden.
CSSF rät zu besonderer Vorsicht
Mit ihrer aktuellen Warnung macht die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) deutlich, dass die genannten Internetseiten und Kommunikationswege nicht der regulierten iM Global Partner Asset Management S.A. zuzurechnen sind.
Anleger sollten deshalb keine Zahlungen an die genannten Anbieter leisten, keine persönlichen oder finanziellen Daten übermitteln und die Identität eines Finanzdienstleisters stets über die offiziellen Register und Kontaktmöglichkeiten überprüfen.
Wer bereits Kontakt mit den mutmaßlichen Betrügern hatte oder Geld überwiesen hat, sollte unverzüglich seine Bank informieren sowie den Vorfall den zuständigen Strafverfolgungsbehörden und der Finanzaufsicht melden.