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Neue Betrugsmasche mit falschen Krankenhausärzten: Polizei warnt vor perfiden Schockanrufen

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Die Polizei warnt aktuell vor einer neuen Welle sogenannter Schockanrufe. In mehreren Fällen gaben sich Betrüger am Telefon als Krankenhausärzte aus und versuchten, ihre Opfer mit frei erfundenen medizinischen Notfällen zur sofortigen Zahlung hoher Geldbeträge zu bewegen. Die aktuelle Warnung stammt aus Cottbus, doch ähnliche Betrugsversuche werden bundesweit immer wieder registriert.

Betrüger setzen auf Angst und Zeitdruck

Nach Angaben der Polizei behaupten die Anrufer, ein naher Angehöriger befinde sich nach einem schweren Unfall oder einer akuten Erkrankung im Krankenhaus. Um eine lebensrettende Operation oder eine dringend notwendige Spezialbehandlung durchführen zu können, müsse kurzfristig eine hohe Geldsumme bezahlt werden.

Mit dieser erfundenen Notlage setzen die Täter ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck. Die Betroffenen sollen keine Zeit zum Nachdenken haben und möglichst sofort Bargeld oder Wertgegenstände übergeben beziehungsweise Geld überweisen.

In den aktuell bekannt gewordenen Fällen blieb es glücklicherweise bei Betrugsversuchen. Die Angerufenen erkannten die Masche rechtzeitig, sodass kein finanzieller Schaden entstand.

Polizei: Krankenhäuser verlangen niemals Geld am Telefon

Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass Krankenhäuser grundsätzlich keine Angehörigen telefonisch zur Zahlung für medizinische Behandlungen auffordern.

Ebenso verlangen Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte niemals telefonisch Bargeld, Schmuck oder andere Vermögenswerte. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte deshalb sofort misstrauisch werden.

So sollten Betroffene reagieren

Die Polizei empfiehlt, das Gespräch umgehend zu beenden und sich nicht auf Diskussionen mit den Anrufern einzulassen. Anschließend sollte der angeblich betroffene Angehörige ausschließlich über eine bereits bekannte Telefonnummer kontaktiert werden. Die von den Betrügern genannte Rufnummer sollte keinesfalls zurückgerufen werden.

Hilfreich kann außerdem sein, Familienmitglieder einzubeziehen und innerhalb der Familie ein persönliches Codewort zu vereinbaren. Dadurch lässt sich in einer echten Notlage schneller überprüfen, ob tatsächlich ein Angehöriger anruft.

Keine persönlichen Daten preisgeben

Besonders wichtig ist es, unbekannten Anrufern niemals Auskünfte über Vermögen, Kontodaten, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu geben. Solche Informationen nutzen Betrüger häufig, um ihre Opfer gezielt auszuwählen oder den finanziellen Schaden zu maximieren.

Wer sich während eines Telefonats unter Druck gesetzt fühlt oder ungewöhnliche Geldforderungen erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und den Vorfall der Polizei melden.

Schockanrufe gehören weiterhin zu den häufigsten Betrugsformen

Schockanrufe zählen seit Jahren zu den erfolgreichsten Betrugsmaschen organisierter Tätergruppen. Die Betrüger verändern ihre Geschichten regelmäßig und passen sie an aktuelle Ereignisse an. Während früher häufig angebliche Verkehrsunfälle oder Festnahmen vorgetäuscht wurden, setzen Kriminelle inzwischen verstärkt auf frei erfundene medizinische Notfälle und geben sich als Ärzte oder Krankenhausmitarbeiter aus.

Gerade ältere Menschen geraten dadurch häufig unter enormen emotionalen Druck. Die Polizei rät deshalb, offen innerhalb der Familie über diese Betrugsmasche zu sprechen und insbesondere ältere Angehörige regelmäßig zu sensibilisieren. Aufmerksamkeit, gegenseitige Rücksprache und gesundes Misstrauen bleiben der wirksamste Schutz vor den professionell agierenden Telefonbetrügern.

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