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Schwaches Windjahr belastet Bilanz: Planet energy Windpark Roydorf schreibt erneut Verluste

geralt (CC0), Pixabay

Die Planet energy Windpark Roydorf GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, blieb die Stromproduktion aufgrund eines außergewöhnlich windarmen Jahres deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trotz einer weiterhin soliden Liquiditätsausstattung musste die Betreibergesellschaft einen Jahresfehlbetrag von rund 25.700 Euro verbuchen.

Der Windpark, der aus drei Windenergieanlagen des Typs ENERCON E53 mit einer installierten Gesamtleistung von 2,4 Megawatt besteht, erzeugte im vergangenen Jahr lediglich 2,67 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit lag die Produktion rund 39 Prozent unter den ursprünglichen Gutachten und Planungen. Als Hauptursache nennt die Geschäftsführung das außergewöhnlich geringe Windaufkommen, das nahezu alle Monate des Jahres geprägt habe. Technische Probleme oder außergewöhnliche Ausfälle spielten dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Die technische Verfügbarkeit der Anlagen lag mit 96,36 Prozent nur leicht unter dem vertraglich vereinbarten Zielwert von 97 Prozent.

Die schwächere Stromproduktion wirkte sich unmittelbar auf die Erlöse aus. Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Vorjahr um knapp 13 Prozent auf 273.487 Euro zurück. Verglichen mit der ursprünglichen Unternehmensplanung fiel der Umsatz sogar um rund 36 Prozent niedriger aus. Gleichzeitig beliefen sich die Gesamtkosten auf rund 304.900 Euro, sodass unter dem Strich ein Jahresfehlbetrag von 25.744 Euro verblieb. Zwar fiel der Verlust geringer aus als im Vorjahr, dennoch blieb das wirtschaftliche Ergebnis deutlich hinter den Erwartungen der Geschäftsführung zurück.

Auch das Eigenkapital entwickelte sich rückläufig. Der Verlust wurde vollständig dem Verlustsonderkonto der Kommanditistin zugeordnet, das sich dadurch von rund 800.000 Euro auf knapp 826.000 Euro erhöhte. Dem stehen ein unverändertes Kommanditkapital von 25.000 Euro sowie Genussrechtskapital in Höhe von 1,2 Millionen Euro gegenüber. Insgesamt weist die Gesellschaft damit weiterhin ein bilanzielles Eigenkapital von rund 399.000 Euro aus.

Positiv entwickelte sich dagegen die Liquidität. Die verfügbaren Bankguthaben stiegen von rund 555.500 Euro auf 682.300 Euro. Nach Angaben der Geschäftsführung war die Zahlungsfähigkeit während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gewährleistet. Das ursprünglich aufgenommene Bankdarlehen wurde bereits vollständig zurückgezahlt. Ein Teil der liquiden Mittel – 160.000 Euro – ist allerdings als Sicherheitsreserve für bestehende Vertragsverpflichtungen gebunden.

Ein bedeutender Schritt wurde zudem bei den Vermögenswerten vollzogen. Die Windenergieanlagen sind nach den planmäßigen Abschreibungen inzwischen nahezu vollständig abgeschrieben und werden zum Bilanzstichtag lediglich noch mit einem Erinnerungswert von drei Euro in der Bilanz geführt. Allein im Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Abschreibungen auf 164.502 Euro. Der technische Betrieb der Anlagen wird dennoch fortgeführt.

Die Geschäftsführung sieht die größten Risiken weiterhin in witterungsbedingten Ertragsschwankungen, möglichen technischen Ausfällen sowie steigenden Betriebs- und Wartungskosten. Dem stehen Chancen durch windreichere Jahre, höhere Strompreise und weitere Effizienzsteigerungen gegenüber. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen bei einem durchschnittlichen Windjahr mit einer Stromproduktion zwischen 3,06 und 3,74 Millionen Kilowattstunden. Die Umsätze könnten dann auf 382.000 bis 467.000 Euro steigen. Dennoch erwartet die Gesellschaft erneut einen Jahresverlust zwischen 23.000 und 28.000 Euro.

Im Nachtragsbericht geht die Geschäftsführung außerdem auf die geopolitische Lage ein. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg könnten über steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie höhere Kosten für Wartung und Ersatzteile mittelbare Auswirkungen haben. Gleichzeitig könnten höhere Strompreise auch zusätzliche Erlöse ermöglichen. Bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft sieht die Unternehmensführung derzeit jedoch nicht.

Der Jahresabschluss wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AWADO GmbH geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfer kamen zu dem Ergebnis, dass Jahresabschluss und Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln. Die Gesellschafter stellten den Abschluss am 1. Juni 2026 offiziell fest.

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