Es gibt zwei Arten von Menschen.
Die einen schmelzen Schokolade.
Die anderen produzieren dabei eine braune, klumpige Masse, die aussieht, als hätte sie einen Atomunfall hinter sich.
Dabei ist geschmolzene Schokolade eigentlich eine der einfachsten Möglichkeiten, Erdbeeren, Bananen, Brezeln oder Marshmallows in kleine Glücksmomente zu verwandeln.
Warum Schokodrops überhaupt so beliebt sind
Schokodrops sind kleine, hitzebeständige Schokoladenstücke, die speziell dafür entwickelt wurden, beim Backen ihre Form möglichst lange zu behalten.
Je nach Sorte bestehen sie aus Kakao, Kakaobutter, Zucker und – bei Vollmilchvarianten – zusätzlich aus Milchbestandteilen.
Dunkle Schokolade enthält meist mehr Kakao und Antioxidantien, während weiße Schokolade streng genommen gar keine echte Schokolade ist – ihr fehlen nämlich die Kakaofeststoffe.
Gesund? Jein.
Natürlich enthält Schokolade durchaus Mineralstoffe wie Magnesium oder Eisen.
Vor allem dunkle Schokolade liefert außerdem Antioxidantien.
Leider bringt sie aber auch reichlich Zucker und Fett mit.
Die gute Nachricht lautet deshalb:
Ein paar Stückchen machen glücklich.
Die schlechte:
Die ganze Tüte macht höchstens die Waage glücklich.
Der größte Feind heißt Ungeduld
Der häufigste Fehler passiert bereits nach wenigen Sekunden.
Viele stellen die Mikrowelle auf volle Leistung, drücken zwei Minuten Start und hoffen auf Magie.
Das Ergebnis erinnert anschließend eher an Asphalt als an Schokolade.
Schokolade mag keine Hektik.
Sie möchte langsam erwärmt werden.
Fast schon wie ein deutscher Beamter kurz vor Feierabend.
So klappt’s garantiert
Die klassische Methode funktioniert bis heute am besten:
Eine Schüssel über leicht köchelndes Wasser stellen (Wasserbad) und die Schokolade langsam schmelzen lassen.
Dabei regelmäßig umrühren.
Alternativ funktioniert auch die Mikrowelle – allerdings nur in kurzen Intervallen von etwa 20 bis 30 Sekunden.
Nach jedem Durchgang gründlich umrühren.
Nicht erst am Ende.
Wasser? Bloß nicht!
Ein einziger Tropfen Wasser genügt oft, damit aus cremiger Schokolade plötzlich eine krümelige Katastrophe wird.
Falls die Masse etwas zu dick wird, hilft stattdessen ein kleiner Schuss Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl.
Das sorgt für einen schönen Glanz und macht die Schokolade perfekt zum Überziehen oder Dippen.
Fazit
Geschmolzene Schokolade ist keine Wissenschaft.
Sie verlangt lediglich drei Dinge:
- wenig Hitze,
- etwas Geduld
- und einen Menschen, der nicht alle zehn Sekunden denkt: „Ach, ein bisschen mehr Temperatur geht bestimmt auch…“
Denn bei Schokolade gilt dieselbe Regel wie bei vielen Dingen im Leben:
Langsam wird’s gut – schnell wird’s schwarz.