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Karateschul-Betreiber TOWASAN GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die TOWASAN GmbH mit Sitz in München befindet sich in einem Insolvenzantragsverfahren. Das Amtsgericht München ordnete am 15. Juni 2026 im Verfahren mit dem Aktenzeichen 1507 IN 2097/26 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens an.

Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in der Schlüsselbergstraße 34, 81673 München, und ist beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 229986 eingetragen. Vertreten wird die Schuldnerin durch ihren Geschäftsführer Tobias Warzel. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde durch die Gesellschaft selbst beantragt. Als Verfahrensbevollmächtigte werden die Lkm GmbH Rechtsanwälte & Steuerberater genannt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl aus München bestellt. Gleichzeitig ordnete das Gericht einen Zustimmungsvorbehalt an. Damit sind Verfügungen der Gesellschaft über ihr Vermögen nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Dies betrifft ausdrücklich auch die Einziehung offener Forderungen.

Die TOWASAN GmbH war nach ihren Unternehmensangaben Betreiber mehrerer Karate- und Kampfsportschulen im Großraum München. Zum Leistungsangebot gehörten insbesondere Karatekurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Kickbox-Trainings, Feriencamps, Selbstbehauptungsprogramme sowie die Vermittlung von Werten wie Respekt, Disziplin und Selbstvertrauen. Das Unternehmen betrieb Schulungsstandorte unter anderem in München, Grünwald und Markt Schwaben.

Darüber hinaus umfasste der Unternehmensgegenstand nach öffentlich zugänglichen Registerangaben den Betrieb von Karate- und Kampfsportschulen, Beratungs- und Consultingtätigkeiten sowie den Vertrieb verschiedener Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Trainingsbetrieb.

Nach eigenen Angaben entwickelte sich TOWASAN in den vergangenen Jahren zu einer der größten werteorientierten Kampfkunstschulen in der Region München. Der Fokus lag insbesondere auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen durch sportliche Aktivität und die Vermittlung sozialer Kompetenzen. Das Unternehmen sprach davon, bereits mehrere tausend Familien begleitet zu haben.

Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung beginnt nun die Prüfung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird feststellen, ob ausreichendes Vermögen vorhanden ist, um ein reguläres Insolvenzverfahren durchzuführen, und ob Chancen auf eine Sanierung oder die Fortführung des Geschäftsbetriebs bestehen.

Für Mitarbeiter, Mitglieder und deren Familien dürfte die weitere Entwicklung des Verfahrens von besonderer Bedeutung sein. Ob und in welcher Form die Trainingsangebote an den verschiedenen Standorten fortgeführt werden können, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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