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EZB-Zinsschritt sorgt für Bewegung: Trade Republic und Revolut erhöhen Guthabenzinsen

geralt (CC0), Pixabay

Nach der jüngsten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagieren erste Finanzanbieter auf das veränderte Zinsumfeld. Sowohl Trade Republic als auch Revolut erhöhen die Verzinsung von Kundengeldern auf 2,25 Prozent pro Jahr und wollen damit Sparer ansprechen, die kurzfristig verfügbare Guthaben attraktiver verzinsen möchten.

Während klassische Tagesgeldangebote weiterhin mit teils höheren Aktionszinsen werben, setzen die beiden Fintech-Unternehmen auf die Kombination aus digitalem Konto, Anlageplattform und flexibler Guthabenverzinsung.

Trade Republic hebt Verzinsung auf 2,25 Prozent an

Der Berliner Neobroker Trade Republic zahlt künftig 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr auf nicht investiertes Guthaben seiner Kunden. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich gutgeschrieben.

Besonders attraktiv könnte das Angebot für Anleger sein, die Geld kurzfristig auf ihrem Verrechnungskonto parken möchten, ohne dafür ein separates Tagesgeldkonto eröffnen zu müssen. Die Verzinsung erfolgt direkt auf das nicht investierte Guthaben des Kundenkontos.

Auch Revolut verbessert sein Zinsangebot

Auch Revolut reagiert auf die Entwicklung am Zinsmarkt. Anders als bei Trade Republic erfolgt die Verzinsung jedoch nicht automatisch auf dem Hauptkonto. Kunden müssen dafür innerhalb der App ein Tagesgeld- beziehungsweise Sparkonto nutzen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Nutzer, die ihre Liquidität flexibel halten und dennoch von den gestiegenen Zinsen profitieren möchten. Wie bei allen variablen Zinsmodellen können sich die Konditionen jedoch jederzeit ändern.

Tagesgeldbanken bieten teilweise höhere Zinsen

Trotz der Anhebung auf 2,25 Prozent bleiben einige klassische Tagesgeldanbieter weiterhin attraktiver. So werben verschiedene Banken aktuell mit zeitlich begrenzten Neukundenangeboten von deutlich über drei Prozent. Einzelne Angebote erreichen sogar die Marke von vier Prozent pro Jahr.

Allerdings sind solche Spitzenzinsen häufig an Bedingungen geknüpft, etwa an die Eröffnung eines Girokontos, eine begrenzte Laufzeit oder eine maximale Anlagesumme. Nach Ablauf der Aktionsphase sinken die Zinssätze oft deutlich.

Nicht nur der Zinssatz zählt

Finanzexperten weisen darauf hin, dass Sparer bei der Auswahl eines Angebots nicht ausschließlich auf die Höhe der Verzinsung achten sollten. Ebenso wichtig sind Aspekte wie die Einlagensicherung, mögliche Guthabenobergrenzen, die Häufigkeit der Zinsgutschrift sowie die Verfügbarkeit des Geldes.

Wer größere Beträge anlegt, sollte zudem prüfen, welchem nationalen Einlagensicherungssystem das jeweilige Institut unterliegt und welche Sicherungsgrenzen gelten.

Wettbewerb um Spargelder nimmt wieder zu

Die aktuellen Anpassungen zeigen, dass der Wettbewerb um Kundeneinlagen wieder an Fahrt gewinnt. Nach Jahren niedriger Zinsen nutzen Banken, Broker und Finanz-Apps zunehmend höhere Guthabenzinsen als Instrument zur Kundengewinnung.

Für Verbraucher bedeutet dies mehr Auswahlmöglichkeiten und bessere Chancen auf attraktive Renditen für kurzfristig verfügbares Kapital. Dennoch bleibt ein sorgfältiger Vergleich der Konditionen unerlässlich, da sich die Angebote hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Sicherheit teilweise erheblich unterscheiden können.

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