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Volksfeste werden digitaler: Kartenzahlung bei Schaustellern setzt sich immer stärker durch

matuska (CC0), Pixabay

Wer auf Volksfesten eine Bratwurst kaufen, eine Runde Autoscooter fahren oder sein Glück an der Losbude versuchen möchte, braucht immer seltener Bargeld. Die Kartenzahlung hat sich bei Schaustellern und Händlern in den vergangenen Jahren zunehmend etabliert und gehört mittlerweile vielerorts zum Standardangebot.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Thüringer Schaustellervereins, René Otto, bieten inzwischen rund 80 Prozent der Schaustellerbetriebe bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten an. Damit reagieren die Betreiber auf veränderte Erwartungen der Besucher, die immer häufiger mit Girokarte, Kreditkarte oder Smartphone bezahlen möchten.

Kartenzahlung als zusätzlicher Service

Trotz des digitalen Wandels bleibt Bargeld auf Volksfesten weiterhin das wichtigste Zahlungsmittel. Nach Einschätzung von René Otto wird der Großteil der Umsätze nach wie vor in bar erzielt. Die Möglichkeit zur Kartenzahlung habe sich jedoch zu einem wichtigen Zusatzangebot entwickelt, auf das viele Besucher nicht mehr verzichten möchten.

Insbesondere spontane Käufe profitieren von den modernen Bezahlmöglichkeiten. Wer kein Bargeld dabeihat, kann dennoch problemlos Speisen, Getränke oder Fahrgeschäfte bezahlen. Für viele Schausteller bedeutet dies zusätzliche Umsätze, die andernfalls möglicherweise verloren gingen.

Besonders in Städten stark nachgefragt

Die Nachfrage nach bargeldlosen Zahlungsmethoden ist nach Angaben der Schausteller vor allem in größeren Städten deutlich gestiegen. Dort erwarten viele Besucher inzwischen, dass Kartenzahlungen selbstverständlich akzeptiert werden.

Auch der Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute bestätigt diesen Trend. Die zunehmende Verbreitung moderner Bezahlterminals habe dazu beigetragen, dass selbst kleinere Betriebe und mobile Verkaufsstände Kartenzahlungen wirtschaftlich anbieten können.

Technischer Wandel verändert das Volksfestgeschäft

Noch vor wenigen Jahren war die Kartenzahlung auf Volksfesten eher die Ausnahme. Hohe Gebühren, technische Hürden und mangelnde Netzabdeckung galten lange als Hindernisse. Mit mobilen Zahlungssystemen und verbesserten Mobilfunknetzen haben sich diese Rahmenbedingungen jedoch deutlich verändert.

Viele Schausteller sehen die bargeldlose Zahlung inzwischen als wichtigen Wettbewerbsfaktor. Besucher möchten flexibel entscheiden können, wie sie bezahlen. Gerade jüngere Menschen greifen immer häufiger zum Smartphone oder zur Karte statt zum Portemonnaie.

Bargeld bleibt wichtig

Trotz aller Digitalisierung rechnen Branchenvertreter nicht damit, dass Bargeld auf Volksfesten in absehbarer Zeit vollständig verschwinden wird. Viele Besucher bevorzugen weiterhin die klassische Barzahlung, insbesondere bei kleineren Beträgen.

Die Zukunft der Volksfeste dürfte daher von einem Nebeneinander beider Zahlungsmöglichkeiten geprägt sein. Während Bargeld seine Bedeutung behält, entwickelt sich die Kartenzahlung zunehmend vom Zusatzangebot zum selbstverständlichen Service für die Besucher.

Für Schausteller und Händler bedeutet dies vor allem eines: Wer heute möglichst viele Gäste erreichen möchte, kommt an modernen Bezahlmöglichkeiten kaum noch vorbei.

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