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Garbe Logimac Fonds Nr. 2: Liquidation dominiert das Anlagebild – hohe Liquidität, aber begrenztes Wertsteigerungspotenzial

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht stellt das Geschäftsjahr 2020 einen Wendepunkt für die Garbe Logimac Fonds Nr. 2 AG & Co. KG dar. Die Gesellschaft hat die aktive Investmentphase beendet und befindet sich seit dem 31. August 2020 offiziell in Liquidation. Das Ziel besteht nicht mehr im Aufbau oder der Wertsteigerung eines Logistikimmobilienportfolios, sondern in der geordneten Verwertung der verbleibenden Vermögenswerte und der Ausschüttung der vorhandenen Liquidität an die Anleger.

Positive Aspekte für Anleger
Sehr hohe Liquiditätsposition

Die Liquidität erhöhte sich im Jahr 2020 deutlich von 3,6 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro. Ursache hierfür waren insbesondere die Veräußerung von Beteiligungen sowie Rückflüsse aus früheren Investments. Damit verfügt die Gesellschaft über ausreichende Mittel, um laufende Verpflichtungen, Liquidationskosten und spätere Auszahlungen an Anleger zu bedienen.

Solide Eigenkapitalbasis

Trotz des laufenden Liquidationsprozesses weist der Fonds zum Jahresende ein Eigenkapital von rund 16 Mio. Euro bei einer Eigenkapitalquote von etwa 68 % auf. Die Verschuldung erscheint damit insgesamt beherrschbar.

Operativ positives Ergebnis

Das realisierte Ergebnis des Geschäftsjahres betrug rund 1,85 Mio. Euro. Dieses Ergebnis wurde vor allem durch Beteiligungsverkäufe erzielt und zeigt, dass die Verwertung der Vermögenswerte grundsätzlich erfolgreich umgesetzt wurde.

Bereits erfolgte Anlegerauszahlungen

Besonders positiv ist, dass nach dem Bilanzstichtag im Mai 2022 bereits eine Liquiditätsauszahlung von 5,5 Mio. Euro an die Anleger vorgenommen wurde. Dies bestätigt, dass die Gesellschaft tatsächlich Vermögen an die Investoren zurückführt und nicht lediglich Liquidität vorhält.

Kritische Aspekte und Risiken
Fonds befindet sich in Liquidation

Der wichtigste Punkt aus Anlegersicht ist, dass der Fonds kein laufendes Immobilieninvestment mehr darstellt. Die meisten Immobilien und Beteiligungen wurden bereits verkauft oder abgewickelt. Künftige Erträge aus Vermietung oder Wertsteigerungen sind praktisch nicht mehr zu erwarten. Der Investmentcharakter wurde durch einen Abwicklungscharakter ersetzt.

Sinkender Nettoinventarwert

Der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil sank von 107,02 Euro (2018) über 96,70 Euro (2019) auf 95,65 Euro zum Jahresende 2020. Dies zeigt einen kontinuierlichen Rückgang des Substanzwertes und deutet darauf hin, dass die ursprünglich erwarteten Wertsteigerungen langfristig nicht vollständig realisiert werden konnten.

Jahresfehlbetrag nach Neubewertung

Obwohl operativ Gewinne erzielt wurden, führte die Neubewertung von Vermögenswerten zu einem negativen Jahresergebnis von rund 212.000 Euro. Die Wertkorrekturen spiegeln wider, dass frühere stille Reserven inzwischen realisiert oder abgeschmolzen wurden.

Hohe Liquidationskosten

Für die verbleibende Abwicklung wurden Rückstellungen von rund 1,68 Mio. Euro gebildet. Diese Kosten reduzieren den letztlich an die Anleger ausschüttbaren Betrag. Zusätzlich fallen weiterhin Verwaltungs-, Beratungs- und Rechtskosten an.

Restrisiko für vollständige Kapitalrückzahlung

Die Geschäftsführung weist selbst darauf hin, dass grundsätzlich das Risiko besteht, dass nach Begleichung aller Verbindlichkeiten und Kosten nicht ausreichend Liquidität vorhanden sein könnte, um das gesamte Eigenkapital an die Anleger zurückzuführen. Dieses Risiko wird zwar als beherrschbar eingeschätzt, sollte aber nicht ignoriert werden.

Gesamturteil aus Anlegersicht

Die Garbe Logimac Fonds Nr. 2 AG & Co. KG ist Ende 2020 kein klassischer Immobilienfonds mehr, sondern ein Liquidationsvehikel mit hoher Liquiditätsausstattung. Positiv sind die erfolgreiche Veräußerung wesentlicher Beteiligungen, die starke Liquiditätsposition und die bereits begonnenen Auszahlungen an Anleger. Negativ wirken der sinkende Nettoinventarwert, die laufenden Liquidationskosten sowie das Fehlen zukünftiger Ertragsperspektiven.

Anleger können grundsätzlich davon ausgehen, dass ein Großteil des verbliebenen Vermögens zurückgeführt wird. Neue Wertsteigerungen oder attraktive laufende Erträge sind jedoch kaum noch zu erwarten. Der Investmentfokus liegt ausschließlich auf einer möglichst effizienten und kostenarmen Abwicklung der Gesellschaft.

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