Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucherinnen und Verbraucher vor den Websites syntekai24.com, bitraxki.com und nexa-tradeai.com. Nach Erkenntnissen der Aufsichtsbehörde werden Interessenten dort dazu verleitet, vermeintliche Handelskonten zu eröffnen und persönliche Daten preiszugeben.
Nach derzeitiger Einschätzung der BaFin besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- sowie Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten. Zudem liegen Hinweise darauf vor, dass die Plattformen den Namen eines tatsächlich existierenden Unternehmens missbräuchlich verwenden könnten.
Verdacht auf Identitätsmissbrauch
Die BaFin betont, dass nach ihren bisherigen Erkenntnissen keinerlei Verbindung zwischen den genannten Websites und der in Vaduz ansässigen Financial Partners FP Ltd. besteht. Vielmehr spricht vieles dafür, dass der Name des Unternehmens ohne dessen Zustimmung genutzt wird, um gegenüber potenziellen Anlegern einen seriösen Eindruck zu erwecken.
Derartige Fälle von Identitätsmissbrauch sind bei betrügerischen Online-Handelsplattformen keine Seltenheit. Dabei verwenden die Betreiber häufig Namen, Registrierungsdaten oder Unternehmensinformationen legitimer Firmen, um Vertrauen zu schaffen und Anleger zur Einzahlung von Geldern zu bewegen.
BaFin warnt vor betrügerischen Handelsplattformen
Die Finanzaufsicht weist darauf hin, dass Anbieter von Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen, Wertpapierdienstleistungen, Kryptowerte-Dienstleistungen oder Zahlungsdiensten in Deutschland grundsätzlich eine Erlaubnis der BaFin benötigen. Fehlt eine solche Zulassung, sollten Anleger besondere Vorsicht walten lassen.
Verbraucherinnen und Verbraucher wird empfohlen, die Seriosität von Anbietern sorgfältig zu prüfen und sich vor einer Investition über bestehende Zulassungen zu informieren. Ob ein Unternehmen über eine entsprechende Erlaubnis verfügt, kann in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüft werden.
Vorsicht bei der Preisgabe persönlicher Daten
Neben möglichen finanziellen Verlusten besteht bei unseriösen Plattformen auch das Risiko des Missbrauchs persönlicher Daten. Anleger sollten daher besonders aufmerksam sein, wenn sie zur Eröffnung von Handelskonten aufgefordert werden oder sensible Informationen wie Ausweisdokumente, Kontodaten oder Zugangsdaten übermitteln sollen.
Die aktuelle Warnung der BaFin erfolgt auf Grundlage von § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes.