Die 84. WestWind Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchdorf hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt. Die Bilanz zeigt ein gemischtes Bild: Während die Verschuldung weiter zurückgeht, schrumpfen zugleich Vermögen und Liquidität der Gesellschaft.
Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 3,93 Millionen Euro auf 3,48 Millionen Euro. Ursache hierfür sind vor allem die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen. Das Anlagevermögen sank von 3,13 Millionen Euro auf 2,76 Millionen Euro. Allein die Sachanlagen gingen um rund 361.000 Euro auf 2,68 Millionen Euro zurück.
Auch das Umlaufvermögen fiel von rund 792.000 Euro auf 711.000 Euro. Zwar stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich auf knapp 385.000 Euro, gleichzeitig verringerte sich der Bestand an liquiden Mitteln jedoch erheblich. Die Bankguthaben sanken von rund 549.000 Euro auf 326.000 Euro – ein Minus von mehr als 220.000 Euro. Auffällig ist zudem, dass die Forderungen gegenüber Gesellschaftern deutlich von rund 4.600 Euro auf mehr als 73.500 Euro zunahmen.
Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital mit 420.000 Euro unverändert. Da die Bilanzsumme jedoch zurückging, verbesserte sich die Eigenkapitalquote leicht auf rund zwölf Prozent. Rückstellungen wurden deutlich reduziert und sanken von knapp 109.000 Euro auf rund 34.600 Euro.
Positiv entwickelte sich die Verschuldung. Die Verbindlichkeiten gingen um rund 365.000 Euro auf 2,92 Millionen Euro zurück. Davon entfallen rund 419.000 Euro auf kurzfristige und knapp 2,5 Millionen Euro auf langfristige Verbindlichkeiten. Der Anteil der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren reduzierte sich auf rund 1,02 Millionen Euro. Die bestehenden Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend durch Pfandrechte oder vergleichbare Sicherheiten abgesichert.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer. Die Geschäftsführung erfolgt über die Westwind Verwaltungs GmbH.
Da lediglich Bilanz und Anhang veröffentlicht wurden, lassen sich Aussagen zur Ertragslage oder zum Jahresüberschuss nicht treffen. Insgesamt zeigt der Abschluss jedoch ein typisches Bild eines etablierten Windparks in der Betriebsphase: Die Vermögenswerte nehmen durch laufende Abschreibungen kontinuierlich ab, gleichzeitig wird die Fremdfinanzierung schrittweise zurückgeführt. Während die sinkenden Schulden positiv zu bewerten sind, macht der deutliche Rückgang der liquiden Mittel deutlich, dass die Gesellschaft ihre Zahlungsströme weiterhin sorgfältig steuern muss.