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Verbraucherzentrale wirft Eberswalder Wurst und Kaufland irreführende Herkunftswerbung vor

geralt / Pixabay

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat den Hersteller der Marke „Eberswalder“ sowie den Handelskonzern Kaufland abgemahnt. Hintergrund ist der Vorwurf, Verbraucher über die tatsächliche Herkunft der Wurstprodukte zu täuschen.

Produktion in Brandenburg eingestellt

Nach fast 50 Jahren wurde die Wurstproduktion am Standort Britz bei Eberswalde Ende Februar 2026 eingestellt. Seitdem werden die Produkte der Marke an verschiedenen Standorten außerhalb Brandenburgs hergestellt.

Beispiele:

  • Bockwürste werden in Sachsen produziert.
  • Käsewürstchen stammen aus Sachsen-Anhalt.
  • Wacholdersalami wird in Schleswig-Holstein hergestellt.

Trotzdem trägt die Verpackung weiterhin gut sichtbar den Markennamen „Eberswalder“, was nach Auffassung der Verbraucherschützer den Eindruck erweckt, die Produkte würden nach wie vor in Brandenburg hergestellt.

Verbraucher könnten Herkunft falsch einschätzen

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale verbinden viele Kundinnen und Kunden die Marke „Eberswalder“ unmittelbar mit dem langjährigen Produktionsstandort in Brandenburg.

Dadurch könne der Eindruck entstehen:

  • die Produkte würden weiterhin in der Region hergestellt,
  • die regionale Wirtschaft profitiere von den Käufen,
  • die Wertschöpfung finde weiterhin in Brandenburg statt.

Tatsächlich erfolgt die Herstellung mittlerweile bundesweit verteilt.

Firmenanschrift verstärkt Verwirrung

Zusätzlich kritisieren die Verbraucherschützer, dass auf den Verpackungen weiterhin die Adresse des ehemaligen Produktionsstandortes in Britz angegeben wird.

Zwar befindet sich dort noch der Firmensitz, die Produktion findet jedoch nicht mehr statt.

Ein deutlich sichtbarer Hinweis auf die tatsächlichen Herstellungsorte fehle auf Vorder- und Rückseite der Verpackungen.

Hersteller will Kennzeichnung überarbeiten

Nach Angaben der Verbraucherzentrale hat der Hersteller infolge der Abmahnung angekündigt, die Herkunftskennzeichnung transparenter gestalten zu wollen.

Auch Kaufland abgemahnt

Nicht nur der Hersteller steht in der Kritik. Auch Kaufland wurde abgemahnt.

In mehreren Filialen in Brandenburg wurden Produkte der Marke „Eberswalder“ mit dem Hinweis „Hergestellt in Brandenburg“ beworben. Diese Kennzeichnung erfolgte über auffällige rote Herz-Symbole an den Regalen.

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ist diese Werbung irreführend, da die Wurstwaren inzwischen außerhalb Brandenburgs produziert werden.

Regionale Herkunft bleibt für Verbraucher wichtig

Der Fall zeigt erneut, wie sensibel Verbraucher auf Herkunftsangaben reagieren. Viele Kunden achten gezielt auf regionale Produkte und verbinden damit:

  • kurze Transportwege,
  • Unterstützung regionaler Unternehmen,
  • lokale Wertschöpfung.

Die Verbraucherzentrale fordert deshalb klare und leicht verständliche Herkunftsangaben, damit Käufer bereits beim Einkauf erkennen können, wo Lebensmittel tatsächlich hergestellt werden.

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