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Hartz Regehr Vermögens-Fonds 2025: Solide Rendite, breitere Streuung – aber Kosten und ESG-Substanz kritisch prüfen
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Hartz Regehr Vermögens-Fonds 2025: Solide Rendite, breitere Streuung – aber Kosten und ESG-Substanz kritisch prüfen

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht fällt der Jahresbericht insgesamt positiv aus. Der Fonds erzielte 2025 je nach Anteilklasse eine Wertentwicklung von 5,65 % bis 6,53 % nach BVI-Methode. Besonders stark war die Anteilklasse M mit 6,53 %, was vor allem an der deutlich niedrigeren Kostenbelastung liegt. Die Anteilklasse A kam auf 5,81 %, Anteilklasse B auf 5,65 %.

Das Fondsvermögen stieg von 606,4 Mio. EUR auf 638,4 Mio. EUR. Die Entwicklung wurde vor allem durch Kapitalmarkterträge getragen; bei Anteilklasse A gab es jedoch einen Netto-Mittelabfluss von rund 16 Mio. EUR, während die neue Anteilklasse B deutliche Zuflüsse verzeichnete.

Die Portfolioaufteilung wirkt ausgewogen: 33,0 % Investmentanteile, 30,7 % Anleihen, 25,3 % Aktien, 8,8 % Zertifikate sowie nur 1,7 % Liquidität. Auffällig ist die zunehmende Nutzung von ETFs und Zielfonds. Das erhöht die Diversifikation, bringt aber zusätzliche Fondskosten und eine gewisse Abhängigkeit von externen Managern mit sich.

Positiv hervorzuheben ist das aktive Risikomanagement: Der Fonds nutzte den Marktrückgang im April für Zukäufe bei Aktien-ETFs und reduzierte später wieder auf die strategische Quote. Auch die regionale Streuung wurde verbessert, unter anderem durch Schwellenländer-, Asien-Pazifik-, Japan- und Kanada-ETFs. Gleichzeitig wurden US-Staatsanleihen und Weltbank-Anleihen in USD verkauft, da das Management US-Staatsanleihen nicht mehr als verlässlichen Krisenstabilisator betrachtet.

Renditetreiber waren vor allem Gold mit +49,2 %, sonstige Anlagen mit +14,1 %, Aktien mit +7,5 % und Unternehmensanleihen mit +4,2 %. Staatsanleihen enttäuschten leicht mit -0,8 %, insbesondere wegen Fremdwährungsbelastungen. Der schwächere US-Dollar wirkte insgesamt bremsend auf US-Investments.

Kritisch sind die Kostenunterschiede zwischen den Anteilklassen. Die OCF beträgt 1,01 % bei A, 1,34 % bei B, aber nur 0,33 % bei M. Für Privatanleger ohne Zugang zur M-Klasse ist die Kostenbelastung daher deutlich höher. Zudem fiel in Anteilklasse A eine Performance Fee von rund 808.000 EUR an.

Beim Thema Nachhaltigkeit ist der Fonds als Artikel-8-Produkt einzuordnen, jedoch ohne nachhaltige Investitionen im engeren Sinne. 75,74 % der Anlagen erfüllen ökologische oder soziale Merkmale, aber der Anteil nachhaltiger und EU-taxonomiekonformer Investitionen liegt jeweils bei 0,00 %. Für Anleger mit hohen ESG-Ansprüchen ist das eher schwach.

Das Prüfungsurteil von PwC ist uneingeschränkt positiv. Der Bericht vermittelt damit ein ordentliches Bild der Vermögenslage.

Fazit: Der Hartz Regehr Vermögens-Fonds zeigt 2025 eine solide, breit diversifizierte Entwicklung mit überzeugendem Risikomanagement und stabilisierenden Alternativanlagen. Für langfristig orientierte Anleger kann der Fonds interessant sein, besonders wegen der defensiven Mischfondsstruktur. Vor einem Investment sollten jedoch die Kosten der jeweiligen Anteilklasse, die hohe Zielfondsquote, Währungsrisiken und die begrenzte ESG-Substanz kritisch berücksichtigt werden.

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