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geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein insgesamt positives Bild. Der Fonds erzielte eine Wertentwicklung von +9,74 % in Anteilklasse P und +9,51 % in Anteilklasse R. Das Fondsvermögen stieg von 18,80 Mio. EUR auf 20,93 Mio. EUR, wobei der Zuwachs vor allem aus dem positiven Anlageergebnis von 1,85 Mio. EUR resultierte. Netto flossen dem Fonds zusätzlich rund 279 Tsd. EUR neue Mittel zu.

Die Anlagestrategie war 2025 faktisch stark aktienorientiert. Zwar beschreibt der Fonds eine flexible und antizyklische Steuerung, tatsächlich lag die Aktien- und Aktienfondsquote laut Bericht im Jahresverlauf nahezu bei 100 %. Der Fonds war überwiegend über ETFs investiert; rund 80 % des Portfolios entfielen auf passive Allokationen. Damit ähnelt das Produkt in der Praxis stark einem global beziehungsweise europäisch geprägten Aktien-ETF-Dachfonds mit opportunistischen Beimischungen.

Positiv fällt die breite Streuung über Regionen, Indizes und Anlagevehikel auf. Besonders stark vertreten waren europäische ETFs sowie US-Aktienmarkt-ETFs. Größere Einzelpositionen lagen unter anderem in UBS MSCI Pacific Socially Responsible, iShares S&P 500 Equal Weight, SPDR S&P 400 US Mid Cap und diversen STOXX-Europe- sowie DAX-/MDAX-Produkten. Einzelaktien spielten mit rund 7,6 % nur eine Nebenrolle. Das reduziert Einzeltitelrisiken, macht den Fonds aber weiterhin stark abhängig von Aktienmärkten.

Die Ertragsqualität ist gemischt. Das ordentliche Nettoergebnis war negativ, da die laufenden Kosten die laufenden Erträge deutlich überstiegen. Die positive Jahresperformance entstand vor allem durch realisierte und unrealisierte Kursgewinne. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds lebt primär von Kapitalmarktsteigerungen, nicht von laufenden Ausschüttungen. Eine Ausschüttung erfolgte 2025 nicht; Erträge wurden wirtschaftlich im Fonds belassen beziehungsweise vorgetragen.

Kritisch zu sehen sind die Kosten. Die Gesamtkostenquote betrug 1,67 % für Anteilklasse P und 1,52 % für Anteilklasse R, hinzu kommen die Kosten der gehaltenen ETFs sowie Transaktionskosten von 10.732,63 EUR. Für ein Portfolio, das zu rund 80 % passiv über ETFs umgesetzt wird, ist diese Kostenstruktur anspruchsvoll. Bei der R-Klasse kommt außerdem ein Ausgabeaufschlag von derzeit 5 % hinzu, was die Einstiegshürde für Privatanleger deutlich erhöht.

Das Risikoprofil ist klar aktienmarktnah. Der Fonds ist kaum defensiv positioniert, die Liquiditätsquote lag nur bei rund 1,9 %. Währungsrisiken bestehen vor allem über den US-Dollar-Anteil, da rund 37,8 % der Investmentanteile in USD notierten. Der Bericht weist zudem auf allgemeine Marktpreisrisiken, Aktienrisiken, Zielfondsrisiken, Emittentenrisiken und geopolitische Unsicherheiten hin. Der Derivateeinsatz war zum Stichtag unbedeutend; das Derivate-Exposure lag bei 0 EUR.

Für langfristig orientierte Anleger mit hoher Aktienrisikotoleranz kann der Fonds interessant sein, insbesondere wenn sie eine aktiv gesteuerte ETF-basierte Aktienallokation suchen. Weniger geeignet erscheint er für Anleger, die eine echte defensive Flexibilität, regelmäßige Ausschüttungen oder besonders kostengünstige Indexnähe erwarten. Die zentrale Anlegerfrage lautet daher: Rechtfertigt das Management die Mehrkosten gegenüber einer einfachen ETF-Lösung dauerhaft? Für 2025 war die Wertentwicklung überzeugend, der Nachweis eines klaren Mehrwerts gegenüber günstigen Vergleichs-ETFs bleibt jedoch entscheidend.

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