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Öffentliche Warnung vor dem Nahrungsergänzungsmittel Pro Naturals wegen nicht deklariertem Sildenafil

Die zuständigen Behörden warnen eindringlich vor dem Verzehr des Nahrungsergänzungsmittels Pro Naturals Premium. Betroffen ist Ware mit dem Herstellungsdatum 15.03.2025, dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.03.2028, der Chargenkennzeichnung PSN 03152025 sowie der EAN 8658257816721. Das Produkt wird in einer 144-Gramm-Verpackung angeboten.

Im Rahmen amtlicher Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Produkt das verschreibungspflichtige Arzneimittel Sildenafil enthält, ohne dass dieser Wirkstoff auf der Verpackung angegeben ist. Sildenafil ist ein Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen und unterliegt in Deutschland sowie in der Europäischen Union der ärztlichen Verschreibungspflicht. Es ist nicht zur Verwendung in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen.

Die unkontrollierte Einnahme von Sildenafil kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Besonders gefährlich sind mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, etwa mit Nitraten oder bestimmten Herzmedikamenten. Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen unter anderem Blutdruckabfall, Herzrasen, Brustschmerzen, Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Magenbeschwerden sowie Beeinträchtigungen des Sehvermögens. In seltenen Fällen können schwerwiegende Komplikationen wie eine anhaltende schmerzhafte Erektion oder eine Schädigung des Sehnervs auftreten.

Als Hersteller ist Pro Naturals Premium, Atabey Gida Sanayi ve Tic Ltd Sti. mit Sitz in Meram, Konya in der Türkei angegeben. Eine verantwortliche Person innerhalb der Europäischen Union ist auf dem Produkt nicht benannt. Die Probe wurde über Amazon bezogen. Laut Etikett war als Versender Pro77, Bergmannsplatz 19, 47167 Duisburg angegeben. Ermittlungen der zuständigen Behörden ergaben jedoch, dass unter dieser Anschrift kein entsprechender Betrieb existiert. Amazon hat das Produkt inzwischen aus dem Online-Shop entfernt.

Die Vertriebswege sind nicht abschließend bekannt, es ist jedoch von einem bundesweiten Vertrieb auszugehen. Nach aktuellem Stand sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen betroffen.

Verbraucherinnen und Verbraucher werden dringend aufgefordert, das Produkt nicht einzunehmen. Die Information der Öffentlichkeit erfolgt durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, da weder gesicherte Vertriebswege noch weitere Inverkehrbringer im Bundesgebiet bekannt sind.

Die Meldung wurde am 17.04.2026 veröffentlicht und zuletzt am selben Tag aktualisiert.

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