Unter dem Aktenzeichen 3617 IN 11366/25 hat das Amtsgericht Charlottenburg am 19. März 2026 um 10:30 Uhr im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der BE-KA Bahndienste GmbH weitreichende Sicherungsmaßnahmen beschlossen. Die Gesellschaft mit Sitz am Kurfürstendamm 226 in 10719 Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 6767 eingetragen und wird durch den Geschäftsführer Ashot Chukhajyan vertreten.
Zur Sicherung der Vermögenswerte und zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage wurde Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff aus Potsdam zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe besteht darin, die finanzielle Situation der Gesellschaft zu überwachen, das vorhandene Vermögen zu sichern und zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vorliegen. Dabei bleibt die Geschäftsführung formal im Amt, unterliegt jedoch erheblichen Einschränkungen in ihrer Entscheidungsfreiheit.
Verfügungen über Vermögensgegenstände der Gesellschaft sind ab sofort nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters zulässig. Dieser ist zudem befugt, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen sowie eingehende Zahlungen entgegenzunehmen. Zur ordnungsgemäßen Verwaltung der finanziellen Mittel kann er ein spezielles Insolvenzsonderkonto einrichten und führen, wodurch eine transparente und kontrollierte Abwicklung gewährleistet wird.
Im Interesse einer gleichmäßigen Gläubigerbefriedigung wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft weitgehend untersagt und bereits eingeleitete Maßnahmen vorläufig eingestellt, soweit sie nicht unbewegliches Vermögen betreffen. Gleichzeitig wurde Drittschuldnern untersagt, Zahlungen direkt an die Gesellschaft zu leisten. Diese sind nun verpflichtet, ihre Leistungen ausschließlich an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu erbringen.
Dem vorläufigen Insolvenzverwalter wurden umfassende Befugnisse eingeräumt, um die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft vollständig aufzuklären. Er ist berechtigt, Geschäftsräume zu betreten, Einsicht in Unterlagen zu nehmen und alle erforderlichen Auskünfte sowohl von der Gesellschaft selbst als auch von Dritten wie Banken und Behörden einzuholen.
Mit der Anordnung dieser Maßnahmen beginnt für die BE-KA Bahndienste GmbH eine entscheidende Phase. Ziel ist es, die Vermögenslage zu sichern und eine fundierte Grundlage für die weitere Verfahrensentscheidung zu schaffen. Ob es zur Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens kommt oder andere Lösungen in Betracht gezogen werden können, wird maßgeblich von den nun durchzuführenden Prüfungen abhängen.