Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt aktuell vor einer steigenden Zahl betrügerischer Online-Shops, die Heizöl, Holz oder Pellets zu besonders günstigen Preisen anbieten. Hintergrund sind die stark gestiegenen Energiepreise, die viele Verbraucher dazu veranlassen, gezielt nach günstigen Angeboten im Internet zu suchen.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale häufen sich derzeit Beschwerden über Fakeshops, bei denen Kunden zwar bezahlen, die bestellte Ware jedoch nie geliefert wird.
Betrüger nutzen hohe Energiepreise aus
Kriminelle nutzen insbesondere die angespannte Lage auf den Energiemärkten, etwa infolge internationaler Konflikte wie dem Krieg im Iran. Die betrügerischen Webseiten wirken oft professionell gestaltet und seriös, um Vertrauen zu schaffen. Nach der Bestellung und Bezahlung bleibt die Lieferung jedoch aus.
„Verbraucher sollten misstrauisch werden, wenn die Preise deutlich unter dem üblichen Marktniveau liegen“, erklärt Joshua Jahn, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Typische Warnzeichen für Fakeshops
Die Verbraucherzentrale nennt mehrere Hinweise, die auf einen betrügerischen Shop hindeuten können:
- Unrealistisch günstige Preise
- Nur Vorkasse als Zahlungsmethode
- Eine ursprünglich angebotene Zahlung per Rechnung verschwindet im Bestellprozess
- Fehlendes oder unvollständiges Impressum
- Viele negative Bewertungen im Internet
Eine kurze Online-Recherche könne oft schnell zeigen, ob andere Kunden bereits schlechte Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht haben.
Online-Tool hilft bei der Prüfung
Zum Schutz vor Betrug empfehlen die Verbraucherzentralen den sogenannten Fakeshop-Finder. Das Online-Tool prüft Internetseiten innerhalb weniger Sekunden und bewertet sie mit einem Ampelsystem:
- Rot: klare Warnung vor einem betrügerischen Shop
- Gelb: Shop sollte besonders gründlich geprüft werden
- Grün: bislang keine negativen Auffälligkeiten
Preise weiterhin unsicher
Besonders betroffen sind Haushalte, die kurzfristig Heizöl, Holz oder Pellets nachbestellen müssen. Wie sich die Preise in den kommenden Monaten entwickeln, ist laut Experten schwer vorherzusagen, da sie stark von der Lage auf den internationalen Energiemärkten abhängen.