Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt erneut vor Problemen mit der Ankaufplattform Cleverbuy. Nach Angaben der Verbraucherschützer häufen sich Beschwerden von Nutzern, die ihre verkauften Smartphones oder andere Technikgeräte eingeschickt haben, aber lange auf die Auszahlung warten müssen.
Viele Betroffene berichten von Wartezeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten. Teilweise würden zugesagte Auszahlungstermine nicht eingehalten, erklärte Michèle Scherer, Digitalexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg. Bereits im vergangenen Jahr hatten Verbraucherzentralen bundesweit vor dem Anbieter gewarnt, nachdem die Zahl der Beschwerden deutlich gestiegen war.
Plattform wirbt mit einfachem Verkauf
Cleverbuy wirbt auf seiner Internetseite mit dem Slogan „Clever Technik kaufen und verkaufen“. Nutzer können dort gebrauchte Smartphones, Tablets oder andere elektronische Geräte einschicken und erhalten nach einer Prüfung ein Kaufangebot.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale kommt es jedoch immer wieder vor, dass vereinbarte Zahlungen nicht oder erst stark verspätet ausgeführt werden.
Verbraucher sollen Ansprüche durchsetzen
Die Verbraucherschützer raten betroffenen Kunden, ihre Ansprüche konsequent einzufordern. Wer nach dem Verkauf eines Geräts kein Geld erhält, sollte dem Unternehmen schriftlich eine letzte Frist zur Auszahlung setzen.
Bleibt die Zahlung weiterhin aus, können sich Betroffene an eine Verbraucherzentrale wenden oder rechtliche Schritte prüfen, um den vereinbarten Betrag einzufordern.
Grundsätzlich könnten Ankaufplattformen zwar einen sinnvollen Beitrag zur Wiederverwertung von Elektronik und zur Ressourcenschonung leisten. Voraussetzung sei jedoch, dass Anbieter ihre vertraglichen Verpflichtungen zuverlässig erfüllen.