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Verbraucherzentrale warnt vor Telefonbetrug mit angeblichem Datenlöschservice

geralt / Pixabay

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor einer neuen Betrugsmasche am Telefon. Kriminelle geben sich dabei als Mitarbeiter oder Partner der Verbraucherzentrale aus und behaupten, persönliche Daten der Angerufenen seien im Internet aufgetaucht und müssten dringend gelöscht werden.

Um Vertrauen zu gewinnen, verweisen die Anrufer häufig auf angebliche frühere Kontakte der Betroffenen zu Lotto- oder Gewinnspielangeboten. Anschließend bieten sie einen sogenannten Löschservice an, der die Daten aus dem Internet entfernen soll. Tatsächlich versuchen die Betrüger laut Verbraucherschützern jedoch vor allem, weitere persönliche Informationen, Bankdaten oder Geldzahlungen zu erlangen oder Betroffene zu Verträgen und Abonnements zu drängen.

Steffi Meißner, Leiterin der Beratungsstelle Bautzen, stellt klar: „Wer einen solchen Anruf erhält, sollte von einem Betrugsversuch ausgehen. Die Verbraucherzentrale ruft nicht unaufgefordert an, um über angebliche Datenlecks zu informieren, und arbeitet auch nicht mit Firmen zusammen, die solche Löschdienste anbieten.“

So sollten Verbraucher reagieren

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und keinerlei Informationen preiszugeben. Weder Adresse, Geburtsdatum, Bankverbindungen noch Zugangsdaten sollten genannt werden. Auch das Installieren von Fernzugriffsprogrammen oder das Zahlen angeblicher Servicegebühren sollte unbedingt vermieden werden.

Zusätzlich wird geraten, die Rufnummer zu blockieren und als Spam zu melden.

Wenn bereits Daten weitergegeben wurden

Sollten Betroffene bereits persönliche Daten oder Bankinformationen preisgegeben haben, sollten sie umgehend ihre Bank informieren, ihre Konten regelmäßig kontrollieren und Passwörter ändern. Besonders wichtig ist es, zunächst das E-Mail-Konto zu sichern und anschließend andere Online-Konten anzupassen. Auch das Aktivieren der Zwei-Faktor-Authentifizierung kann zusätzlichen Schutz bieten.

Bei Verdacht auf Identitätsmissbrauch rät die Verbraucherzentrale außerdem, Beweise zu sichern und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

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