Der Fahrdienstanbieter Uber hat in den USA eine neue Funktion eingeführt, mit der weibliche Fahrerinnen und weibliche Fahrgäste gezielt Fahrten nur mit Frauen buchen können.
Mit der neuen Option können Nutzerinnen in der App einstellen, dass sie bevorzugt mit einer Fahrerin verbunden werden. Fahrerinnen wiederum können angeben, dass sie bevorzugt weibliche Passagiere transportieren möchten.
Mehr Sicherheit und Komfort für Frauen
Uber erklärte, dass die Funktion bereits im vergangenen Jahr testweise eingeführt wurde. Laut Unternehmen hätten viele Nutzerinnen berichtet, dass sie sich dadurch:
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sicherer auf dem Rücksitz fühlen
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mehr Vertrauen beim Fahren haben
Die Funktion namens „Women Preferences“ wurde am Montag offiziell in den USA gestartet.
Frauen können dabei:
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eine Fahrt im Voraus mit einer Fahrerin reservieren
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oder in der App eine Bevorzugung für weibliche Fahrerinnen einstellen
In Städten mit Teenager-Konten können auch Jugendliche und ihre Eltern gezielt Fahrerinnen anfordern.
Nur etwa jede fünfte Uber-Fahrkraft ist eine Frau
Uber teilte mit, dass aktuell etwa 20 % der Fahrer in den USA Frauen sind.
Der Anteil schwankt allerdings stark je nach Stadt.
Mit der neuen Funktion wolle man Frauen mehr Kontrolle darüber geben, wie sie fahren und Geld verdienen, erklärte das Unternehmen.
Diskriminierungsklage von männlichen Fahrern
Der Start der Funktion erfolgt allerdings nicht ohne juristischen Streit.
Zwei Uber-Fahrer aus Kalifornien haben eine Sammelklage eingereicht. Sie argumentieren, dass die Funktion Männer benachteilige, weil Fahrerinnen dadurch Zugang zu mehr Fahrgästen bekommen könnten.
Uber beantragte bereits, das Verfahren zu stoppen und in ein privates Schiedsverfahren zu überführen. Grundlage dafür sei eine Vereinbarung, die Fahrer beim Eintritt in die Plattform unterschrieben haben.
Das Unternehmen bestreitet außerdem, gegen den Unruh Civil Rights Act zu verstoßen – ein kalifornisches Gesetz, das Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verbietet.
Uber argumentiert, die Funktion diene einem wichtigen öffentlichen Interesse: der Verbesserung der Sicherheit.
Hintergrund: Sicherheitsdebatte um Uber
Das Thema Sicherheit beschäftigt Uber schon länger.
Erst im vergangenen Monat entschied ein US-Gericht, dass Uber 8,5 Millionen Dollar Schadensersatz an eine Frau zahlen muss, die angab, von einem Uber-Fahrer vergewaltigt worden zu sein. Das Urteil könnte Auswirkungen auf tausende ähnliche Klagen gegen das Unternehmen haben.
Uber hatte argumentiert, dass es nicht für Straftaten seiner Fahrer verantwortlich sei, da diese als selbstständige Auftragnehmer arbeiten. Das Unternehmen kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Feature bereits weltweit im Einsatz
Die Funktion zur Vermittlung zwischen Frauen gibt es bereits in mehreren Ländern. Laut Uber wird sie
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von Fahrerinnen in über 40 Ländern
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und von Fahrgästen in mindestens sieben Ländern
genutzt – darunter Spanien, Brasilien und Saudi-Arabien.
Ob die neue Option in den USA dauerhaft bestehen bleibt oder durch Gerichtsentscheidungen verändert werden muss, wird nun voraussichtlich vor Gericht geklärt.