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Spionageverdacht in London: Mehrere Festnahmen wegen möglicher Zusammenarbeit mit iranischem Geheimdienst

Sparks_Cologne (CC0), Pixabay

In Großbritannien haben Anti-Terror-Ermittler mehrere Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, für den iranischen Geheimdienst spioniert zu haben. Nach Angaben der Metropolitan Police sollen die Verdächtigen Informationen über Personen und Einrichtungen der jüdischen Gemeinde in London gesammelt haben.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger. Sie wurden bei Einsätzen an mehreren Adressen in London und im Umland der Hauptstadt verhaftet und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Ermittlungen nahm die Polizei zudem sechs weitere Männer in Harrow im Nordwesten Londons fest. Gegen sie besteht der Verdacht, an einer Straftat beteiligt gewesen zu sein oder diese unterstützt zu haben.

Die Ermittlungen werden von der britischen Anti-Terror-Polizei geführt. Details zu möglichen Zielen oder konkreten Spionagehandlungen wurden bislang nicht veröffentlicht, da die Untersuchungen noch laufen.

Der britische Vizepremierminister David Lammy reagierte deutlich auf die Festnahmen. Er bezeichnete den Iran als den weltweit größten staatlichen Unterstützer von Terrorismus und warnte davor, dass diese Aktivitäten auch Auswirkungen auf die britische Gesellschaft hätten. Weitere Informationen wollte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht geben.

Die Sicherheitsbehörden prüfen nun, ob die mutmaßlichen Spionageaktivitäten Teil eines größeren Netzwerks waren und welche Ziele konkret ausgespäht wurden. Der Vorfall erhöht erneut die Spannungen zwischen westlichen Staaten und dem Iran.

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