Ein beschädigter Flüssiggas-Tanker aus Russland sorgt im Mittelmeer für Alarmbereitschaft. Die Regierung von Malta hat einen Notfallplan aktiviert, nachdem das Schiff „Arctic Metagaz“ auf die Gewässer vor der Westküste der Insel zutreibt.
Der 277 Meter lange Tanker war zuvor vor der Küste Libyens in Brand geraten, nachdem es an Bord zu Explosionen gekommen war. Die genauen Umstände sind noch unklar. Russland beschuldigt die Ukraine, das Schiff angegriffen zu haben. Eine unabhängige Bestätigung für diesen Vorwurf liegt bislang nicht vor.
Behörden bereiten sich auf möglichen Notfall vor
Angesichts der Situation haben mehrere maltesische Behörden ihre Maßnahmen koordiniert. Neben den Schifffahrtsbehörden sind auch das Außenministerium sowie der Zivilschutz in den Einsatz eingebunden.
Ziel ist es, mögliche Gefahren für die Schifffahrt, die Umwelt und die Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Sorge wegen Flüssiggasladung
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ladung des Tankers, da Flüssiggas bei Schäden oder Lecks ein erhebliches Risiko darstellen kann. Experten beobachten daher genau, in welchem Zustand sich das Schiff befindet und ob eine Umwelt- oder Explosionsgefahr besteht.
Der Tanker wird nun von den Behörden überwacht, während entschieden wird, welche Maßnahmen zur Sicherung des Schiffes und seiner Ladung notwendig sind.