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Sprit-Panik in Augsburg: Polizeieinsatz nach Run auf Billig-Tankstelle

planet_fox (CC0), Pixabay

Die Angst vor weiter steigenden Benzinpreisen hat am Sonntagabend in Augsburg für chaotische Szenen gesorgt. Dutzende Autofahrer reihten sich an einer freien Tankstelle in eine lange Warteschlange ein. Als dann auch noch die günstigste Sorte ausging, eskalierte die Situation – die Polizei musste eingreifen.

Ansturm auf günstigen Sprit

Die SB-Tankstelle an der Bergiusstraße im Süden Augsburgs gilt wegen ihrer vergleichsweise niedrigen Preise ohnehin als stark frequentiert. Doch ein derartiger Andrang war selbst für Stammkunden ungewöhnlich. Statt der üblichen wenigen Fahrzeuge warteten zeitweise bis zu 35 Autos darauf, ihre Tanks zu füllen.

Gegen 18 Uhr war an einer der sechs Zapfsäulen das Benzin der Sorte Super E10 vergriffen. Ein Hinweis informierte darüber, dass Nachschub erst ab 3 Uhr nachts verfügbar sei. Die Stimmung unter den Wartenden verschlechterte sich spürbar.

Streit um die Zapfreihenfolge

Zwei Autofahrer gerieten schließlich so heftig aneinander, dass die Polizei gerufen wurde. Nach Angaben eines Sprechers konnten die Beamten die Situation rasch beruhigen. Der Streit um die Reihenfolge an der Zapfsäule wurde geschlichtet, weitere Zwischenfälle blieben aus.

Hintergrund: Sorge vor Preisschock

Auslöser des Ansturms dürften Berichte über massive Preissteigerungen bei Rohöl und Kraftstoffen gewesen sein. Bereits in den vergangenen Tagen war der Ölpreis im Zuge der Eskalation im Nahen Osten deutlich gestiegen. Der ADAC hatte noch vor Ausbruch des Iran-Krieges gemeldet, dass der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 bei 1,776 Euro lag – ein Plus von 1,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Diesel verteuerte sich sogar um 2,9 Cent auf 1,740 Euro pro Liter.

Mit der Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Transportrouten für Rohöl aus dem Persischen Golf, wächst die Sorge vor weiteren Preissprüngen. Experten rechnen damit, dass sich die geopolitische Lage weiterhin unmittelbar auf die Energiepreise auswirken könnte.

Ob es sich in Augsburg bereits um erste Anzeichen von Hamsterkäufen handelt, bleibt offen. Fest steht jedoch: Die Nervosität an den Zapfsäulen steigt – und mit ihr die Angst vor einem neuen Spritpreis-Schock.

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