Die Windpark Stromberg Beteiligungs GmbH aus Bremen weist für das Geschäftsjahr 2024 erneut einen Jahresfehlbetrag aus. Aus Anlegersicht zeigt sich – wie bei vergleichbaren Beteiligungsgesellschaften – eine sehr schlanke Struktur mit begrenzter Kapitalbasis, ohne operative Eigenaktivitäten und mit fortschreitendem Eigenkapitalrückgang.
Sehr geringe Bilanzsumme und einfache Struktur
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2024 lediglich 8.781,52 Euro (Vorjahr: 10.290,52 Euro). Die Vermögensstruktur ist klar und überschaubar:
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Finanzanlagen: 5.000,00 Euro (unverändert)
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Bankguthaben: 3.781,52 Euro (Rückgang gegenüber 5.290,52 Euro im Vorjahr)
Es existieren keine Sachanlagen, keine Forderungen und keine sonstigen Vermögenswerte. Damit handelt es sich eindeutig um ein reines Beteiligungsvehikel. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt vollständig von der gehaltenen Beteiligung ab.
Eigenkapital: Nur zur Hälfte eingezahlt und weiter reduziert
Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000 Euro. Allerdings sind davon 12.500 Euro als ausstehende Einlagen ausgewiesen. Effektiv steht somit nur die Hälfte des Stammkapitals als tatsächlich eingezahltes Kapital zur Verfügung.
Die Eigenkapitalentwicklung im Überblick:
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Haftendes Kapital (nach Abzug ausstehender Einlagen): 12.500 Euro
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Verlustvortrag: -3.259,23 Euro
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Jahresfehlbetrag 2024: -2.073,50 Euro
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Eigenkapital gesamt: 7.167,27 Euro
Damit ist bereits ein erheblicher Teil des effektiv eingezahlten Kapitals aufgezehrt. Im Vorjahr lag das Eigenkapital noch bei 9.240,77 Euro. Der Substanzabbau setzt sich somit fort.
Ergebnislage: Wiederkehrende Verluste ohne operative Erträge
Der Jahresfehlbetrag 2024 beträgt -2.073,50 Euro. Zwar ist der Vergleich mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich, da es sich 2023 um ein Rumpfgeschäftsjahr handelte, jedoch zeigt sich strukturell ein klares Bild: Die Gesellschaft erzielt keine eigenen operativen Erträge.
Die Verluste dürften überwiegend aus laufenden Verwaltungs-, Prüfungs- und Strukturkosten resultieren. Ohne Ausschüttungen oder Wertsteigerungen aus der Finanzanlage bleibt die Gesellschaft dauerhaft defizitär.
Keine Verbindlichkeiten – aber geringe Liquiditätsreserve
Positiv ist die vollständige Schuldenfreiheit. Verbindlichkeiten werden nicht ausgewiesen. Die Rückstellungen betragen 1.614,25 Euro und erscheinen angemessen.
Gleichzeitig ist die Liquiditätsbasis mit rund 3.800 Euro sehr überschaubar. Bei anhaltenden Jahresverlusten dürfte sich das Bankguthaben weiter reduzieren, sofern keine Mittelzuflüsse erfolgen.
Konzernanbindung an die wpd-Gruppe
Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der wpd GmbH, Bremen, einbezogen. Die wpd-Gruppe ist ein etablierter Projektentwickler im Bereich Windenergie. Das spricht für eine professionelle administrative Einbindung.
Allerdings gilt aus Anlegersicht: Die Konzernzugehörigkeit allein garantiert keine wirtschaftliche Tragfähigkeit auf Ebene der einzelnen Beteiligungsgesellschaft.
Einordnung aus Anlegersicht
Kritisch zu bewerten sind:
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Fortlaufende Jahresverluste
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Sinkendes Eigenkapital
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Nur teilweise eingezahltes Stammkapital
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Sehr geringe Bilanzsumme
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Keine erkennbare operative Tätigkeit
Positiv wirken:
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Keine Finanzverbindlichkeiten
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Sehr einfache und transparente Bilanzstruktur
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Eingebunden in eine etablierte Projektentwicklergruppe
Fazit
Die Windpark Stromberg Beteiligungs GmbH ist ein kleines Beteiligungsvehikel mit schmaler Kapitalausstattung und fortschreitendem Eigenkapitalverzehr. Die Gesellschaft selbst generiert keine operativen Erträge und ist vollständig von der Entwicklung ihrer Finanzanlage abhängig.
Ohne positive Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung bleibt die wirtschaftliche Perspektive begrenzt. Formal ist die Gesellschaft stabil und schuldenfrei, strukturell jedoch substanzschwach. Für Anleger ist entscheidend, ob künftig Ausschüttungen oder Wertsteigerungen realisiert werden können – andernfalls setzt sich der Kapitalabbau fort.