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Schimmelpilzgifte in Mandeldrinks: BfR sieht Gesundheitsrisiko für kleine Kinder

geralt (CC0), Pixabay

Pflanzliche Milchalternativen gelten vielen Verbrauchern als gesunde und nachhaltige Alternative zur Kuhmilch. Doch eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) wirft nun einen kritischen Blick auf bestimmte Produkte – insbesondere Mandeldrinks. Nach Laboranalysen könnten einige davon für kleine Kinder ein gesundheitliches Risiko darstellen.

Aflatoxin B1 in zahlreichen Produkten nachgewiesen

Das BfR untersuchte insgesamt 162 handelsübliche Hafer-, Mandel- und Sojadrinks auf Schimmelpilzgifte und natürliche Pflanzentoxine. Das Ergebnis: Besonders bei Mandeldrinks wurden auffällig häufig Belastungen festgestellt.

In 31 von 39 getesteten Mandeldrinks wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen. Dieses Gift wird von bestimmten Schimmelpilzen gebildet, die vor allem in warmen und feuchten Klimazonen vorkommen und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Nüsse befallen können.

Risiko besonders für kleine Kinder

Nach Einschätzung des Instituts kann der regelmäßige Verzehr belasteter Mandeldrinks bei kleinen Kindern ein Gesundheitsrisiko darstellen. Das BfR bewertet die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeinträchtigungen als „mittel“.

Aflatoxin B1 gilt als krebserregend und erbgutverändernd. Besonders empfindlich reagieren Säuglinge und Kleinkinder, da ihr Körpergewicht im Verhältnis zur aufgenommenen Menge eine höhere Belastung bedeutet. Zudem befinden sich Leber und Entgiftungssysteme noch in der Entwicklung.

Das Institut betont jedoch, dass es sich nicht um eine akute Vergiftungsgefahr handelt. Vielmehr gehe es um das potenzielle Risiko bei regelmäßiger Aufnahme über längere Zeiträume.

Warum Mandeldrinks besonders betroffen sind

Mandeln können – wie andere Nüsse – anfällig für Schimmelpilzbefall sein. Auch wenn Rohstoffe bereits kontrolliert werden, können geringe Rückstände von Aflatoxin B1 in die Verarbeitung gelangen.

Die Untersuchung zeigt, dass Hafer- und Sojadrinks deutlich seltener oder in geringerer Konzentration belastet waren.

Verbraucher sollten aufmerksam bleiben

Das BfR rät Eltern kleiner Kinder, Mandeldrinks nicht regelmäßig und ausschließlich als Milchersatz zu verwenden. Eine abwechslungsreiche Ernährung reduziert das Risiko einer erhöhten Aufnahme einzelner Schadstoffe.

Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, Grenzwerte für Aflatoxine einzuhalten. Die gemessenen Konzentrationen lagen offenbar im rechtlich zulässigen Rahmen – dennoch weist das BfR darauf hin, dass bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen Vorsicht geboten ist.

Pflanzliche Alternativen weiter gefragt – aber nicht unkritisch

Der Markt für pflanzliche Milchalternativen wächst seit Jahren stark. Verbraucher greifen aus ethischen, ökologischen oder gesundheitlichen Gründen zu Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks.

Die aktuelle Bewertung zeigt jedoch: Auch pflanzliche Produkte sind nicht automatisch frei von Risiken. Natürliche Toxine wie Aflatoxine können unabhängig von der Produktionsweise auftreten.

Fazit

Für die meisten Erwachsenen ist der gelegentliche Konsum von Mandeldrinks unproblematisch. Bei kleinen Kindern empfiehlt das BfR jedoch erhöhte Aufmerksamkeit.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung strenger Qualitätskontrollen – und zeigen, dass eine bewusste, abwechslungsreiche Ernährung der beste Schutz bleibt.

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