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Kuba sagt Zigarrenfestival wegen Wirtschaftskrise ab

gabrielmbulla (CC0), Pixabay

Kuba hat sein bekanntes Zigarrenfestival „Festival del Habano“ kurzfristig verschoben. Die Veranstaltung war ursprünglich für den 24. bis 27. Februar geplant. Ein neuer Termin wurde bislang nicht genannt.

Energiekrise als Hauptgrund

Die Organisatoren begründeten die Absage mit der schweren Wirtschaftskrise und der Energieknappheit im Land. Man wolle sicherstellen, dass das Festival weiterhin höchste Qualitätsstandards erfüllen könne.

Hintergrund ist vor allem der akute Treibstoffmangel. Nachdem Venezuelas Öllieferungen an Kuba gestoppt wurden, verschärfte sich die Energiekrise deutlich. Zusätzlich drohen die USA Ländern mit Zöllen, die Öl an Kuba verkaufen. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel wirft den USA vor, die Wirtschaft des Landes gezielt „ersticken“ zu wollen.

Wichtige Einnahmequelle fällt weg

Das Zigarrenfestival ist für Kuba nicht nur ein Prestige-Event, sondern auch wirtschaftlich bedeutsam. Jedes Jahr reisen Zigarrenliebhaber, Händler und Journalisten aus aller Welt nach Havanna.

Ein Höhepunkt ist die Auktion exklusiver Zigarren und Humidore. 2025 brachte diese Versteigerung rund 19,5 Millionen US-Dollar ein. Die Erlöse fließen traditionell in das kubanische Gesundheitssystem.

Folgen für Wirtschaft und Tourismus

Zigarren gehören neben Zucker und Rum zu den wichtigsten Exportgütern Kubas. Die Branche ist für die angeschlagene Wirtschaft des Landes besonders wichtig.

Wegen des Treibstoffmangels haben bereits mehrere internationale Fluggesellschaften ihre Kuba-Flüge eingestellt. Einige Staaten warnen vor Reisen auf die Insel, da es wegen der Versorgungslage zu Problemen bei der Rückreise kommen kann.

Mit der Absage des Festivals verliert Kuba somit nicht nur ein internationales Aushängeschild, sondern auch dringend benötigte Deviseneinnahmen.

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