Ein dramatischer Unfall hat sich an einem Bahnübergang im nordrhein-westfälischen Eisbergen ereignet. Ein Autofahrer fuhr dort mit seinem Kleinwagen direkt vor einen heranrasenden Regionalzug – trotz geschlossener Schranke und eingeschalteter Warnsignale. Der Zusammenstoß war so heftig, dass das Fahrzeug von den Schienen geschleudert wurde.
Nach bisherigen Erkenntnissen bog der Fahrer an dem unbeschrankten Übergang zunächst an der Haltevorrichtung vorbei auf die Straße ein. Augenzeugen berichten, dass der Wagen ohne anzuhalten die Gleise überquerte – exakt in dem Moment, als die Regionalbahn mit hoher Geschwindigkeit den Übergang erreichte. Der Lokführer leitete zwar noch eine Notbremsung ein, konnte den Aufprall jedoch nicht mehr verhindern.
Der Zug erfasste das Auto seitlich. Trümmerteile flogen über den Bahnübergang, der Kleinwagen kam schwer beschädigt neben den Gleisen zum Stillstand. Rettungskräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Der Autofahrer wurde verletzt aus dem Wrack befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Zu seinem genauen Gesundheitszustand machten die Einsatzkräfte zunächst keine Angaben. Im Zug selbst blieb es nach ersten Informationen bei einem großen Schreck: Die Fahrgäste und das Zugpersonal kamen mit dem Schrecken davon.
Der Bahnverkehr musste nach dem Unfall für mehrere Stunden unterbrochen werden. Feuerwehr, Polizei und Bahnmitarbeiter sicherten die Unfallstelle, überprüften die Gleisanlagen und entfernten Trümmer. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft nun, warum der Fahrer die geschlossenen Schranken ignorierte.
Der Unfallort liegt im Bereich von Eisbergen, einem Ortsteil von Porta Westfalica. Die Polizei appellierte erneut eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, Bahnübergänge niemals zu unterschätzen. Züge könnten weder ausweichen noch kurzfristig anhalten – schon wenige Sekunden Unachtsamkeit könnten fatale Folgen haben.