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Heizungstausch bleibt attraktiv – Förderprogramme noch nutzen, aber gut planen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Der Austausch alter Heizungen wird vom Staat weiterhin so stark gefördert wie nie zuvor. Noch können Hauseigentümerinnen und -eigentümer von hohen Zuschüssen profitieren, doch eine angekündigte Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) könnte die Bedingungen in absehbarer Zeit verändern. Darauf weist die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) hin.

Nach aktuellem Stand können Förderanträge weiterhin in vollem Umfang gestellt werden. Wer ohnehin einen Heizungstausch plant, sollte dies nicht aufschieben. Spätestens Ende Mai könnten sich die Förderbedingungen ändern, wenn die Bundesregierung das GEG reformiert und künftig unter dem Namen „Gebäudemodernisierungsgesetz“ neu aufstellt. Welche inhaltlichen und finanziellen Anpassungen damit verbunden sind, ist bislang offen. „Bis zur Reform gilt die bisherige Förderung aber weiter“, erklärt Joshua Jahn, Energieexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Derzeit beträgt die Grundförderung für klimafreundliche Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien – etwa Wärmepumpen – 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Durch zusätzliche Bonusprogramme, zum Beispiel für Haushalte mit geringerem Einkommen oder beim Austausch sehr alter fossiler Heizungen, kann der Zuschuss auf bis zu 70 Prozent steigen. Gefördert werden Bruttokosten von maximal 30.000 Euro, was einem staatlichen Zuschuss von bis zu 21.000 Euro entspricht.

Trotz der attraktiven Förderhöhe rät die Verbraucherzentrale zu Besonnenheit. Ein übereilter Heizungstausch ohne Gesamtkonzept könne sich langfristig als teuer erweisen. In vielen Fällen sei es sinnvoll, zunächst in die energetische Sanierung des Gebäudes zu investieren. „Eine neue Heizung in einem schlecht gedämmten Haus führt in Anschaffung und Betrieb zu hohen Kosten“, warnt Jahn. Fördergelder könnten diese Mehrbelastung nicht ausgleichen.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher eine individuelle Energieberatung. Dort erhalten Eigentümerinnen und Eigentümer Unterstützung bei der Planung, Informationen zu passenden Heizsystemen und einen Überblick über Fördermöglichkeiten. Ziel sei es, Investitionen so zu gestalten, dass sie sowohl wirtschaftlich als auch klimafreundlich sind.

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