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Trump droht Iran mit Militärschlägen – „Optionen auf dem Tisch“

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, militärische Optionen gegen den Iran zu prüfen. Hintergrund sind die zunehmend gewaltsamen Proteste im Land, bei denen laut Menschenrechtsorganisationen bereits Hunderte Menschen ums Leben gekommen sind.

„Das Militär schaut sich die Lage an, wir prüfen einige sehr starke Optionen“, sagte Trump am 11. Januar gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One auf dem Rückflug von seinem Anwesen in Mar-a-Lago (Florida) nach Washington.

Die Proteste in Iran, ausgelöst durch die wirtschaftliche Krise und die stark gestiegene Inflation infolge langjähriger internationaler Sanktionen, dauern inzwischen die dritte Woche an. Laut der Nachrichtenagentur für Menschenrechte (HRANA) wurden seit Beginn der Unruhen über 580 Menschen getötet und mehr als 10.600 Personen festgenommen.

„Einige wurden getötet, die nicht hätten getötet werden sollen“

Trump erklärte weiter: „Da sind Menschen getötet worden, die offensichtlich keine Gewalt angewendet haben. Wir schauen uns das sehr genau an. Man kann sie als Anführer bezeichnen – ich weiß nicht, ob sie das sind – aber sie herrschen offenbar durch Gewalt.“

In zahlreichen Videos aus dem Iran sind Demonstrierende zu sehen, die offen den Rücktritt des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei fordern – einige rufen sogar nach der Rückkehr des im Exil lebenden Sohns des letzten Schahs.

Trump will mit Elon Musk über Internetversorgung sprechen

Trump kündigte an, mit Elon Musk über die Wiederherstellung des Internets im Iran zu sprechen, das von den Behörden teilweise abgeschaltet wurde, um die Proteste zu unterdrücken. „Er ist sehr gut in solchen Dingen. Ich werde ihn anrufen, sobald ich mit euch hier fertig bin“, sagte Trump. Musk hatte bereits mit dem Satelliten-Internetdienst Starlink Internet in Krisengebiete gebracht.

Iran droht mit Gegenangriff auf US-Stützpunkte

Der Präsident des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, warnte indes die USA eindringlich vor einem militärischen Eingreifen: „Sollte Iran angegriffen werden, werden alle US-Stützpunkte und Kriegsschiffe sowie das besetzte Palästina (gemeint ist Israel) unsere legitimen Ziele sein.“

Trump reagierte mit scharfer Gegenwarnung: „Wenn sie unsere Stützpunkte angreifen, werden wir sie auf eine Art und Weise treffen, wie sie es sich nicht vorstellen können. Ich habe Optionen, die sind unglaublich stark.“

„Locked and loaded“ – Trump bekräftigt Unterstützung für Proteste

Bereits Anfang Januar hatte Trump auf seiner Plattform „Truth Social“ klargestellt, dass die USA eingreifen würden, sollten iranische Sicherheitskräfte gewaltsam gegen friedliche Proteste vorgehen: „Wenn Iran friedliche Demonstranten erschießt, was dort leider üblich ist, wird Amerika zu Hilfe kommen. Wir sind bereit – geladen und entsichert.“

Auch warnte er, dass die USA Iran „vernichtend treffen“ würden, sollte das Regime versuchen, sein Raketen- oder Atomprogramm nach den Luftschlägen von USA und Israel im Juni wieder aufzubauen.

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