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Norovirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Fast 90 Erkrankte auf Holland-America-Reise

Auf einer Kreuzfahrt der Holland America Line ist es zu einem größeren Norovirus-Ausbruch gekommen. Nahezu 90 Menschen erkrankten während der Reise auf dem Kreuzfahrtschiff Rotterdam, wie aus aktuellen Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) hervorgeht. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die besonderen gesundheitlichen Risiken von Kreuzfahrten.

Laut CDC wurden unter den insgesamt 2.593 Passagieren 81 Krankheitsfälle gemeldet. Zusätzlich erkrankten acht Crewmitglieder. Die Betroffenen litten vor allem unter typischen Norovirus-Symptomen wie Durchfall und Erbrechen. Die betroffene Reise dauerte vom 28. Dezember bis zum 9. Januar und startete in Fort Lauderdale. Auf dem Reiseplan standen unter anderem Stopps in Curaçao, Kolumbien, Costa Rica und Jamaika.

Holland America Line bestätigte den Ausbruch in einer Stellungnahme gegenüber Medien. Das Unternehmen erklärte, dass die meisten Krankheitsverläufe mild gewesen seien und sich schnell gebessert hätten. Nach dem Ende der Reise sei das Schiff in Fort Lauderdale umfassend gereinigt und desinfiziert worden – in Übereinstimmung mit den strengen Protokollen der CDC. Der Schutz der Gesundheit von Gästen und Crew habe oberste Priorität, so die Reederei.

Norovirus gilt als hoch ansteckend und verbreitet sich besonders leicht dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Kreuzfahrtschiffe werden daher häufig mit solchen Ausbrüchen in Verbindung gebracht. Dennoch machen sie laut Experten nur rund ein Prozent aller gemeldeten Norovirus-Ausbrüche aus. Deutlich häufiger treten entsprechende Erkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Pflegeheimen oder innerhalb von Familien auf.

Die CDC verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 23 meldepflichtige Ausbrüche von Magen-Darm-Erkrankungen auf Kreuzfahrtschiffen. In 17 Fällen war Norovirus der Auslöser. Auch in den Vorjahren dominierte der Erreger das Infektionsgeschehen auf See. Fachleute betonen jedoch, dass Kreuzfahrten nicht per se gefährlicher seien als andere Situationen mit hoher Personendichte – Ausbrüche würden dort lediglich schneller erkannt und offiziell gemeldet.

Für Reisende bedeutet dies vor allem, auf Hygiene zu achten. Regelmäßiges Händewaschen, Desinfektion und das Befolgen der Anweisungen der Crew können das Ansteckungsrisiko deutlich reduzieren. Reedereien investieren zunehmend in Präventionsmaßnahmen, um das Vertrauen der Gäste zu stärken und gesundheitliche Vorfälle möglichst zu vermeiden.

Der aktuelle Fall zeigt dennoch: Auch moderne Kreuzfahrtschiffe sind nicht immun gegen Infektionskrankheiten – Transparenz und schnelle Reaktion bleiben entscheidend.

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