Der US-Arbeitsmarkt hat im Jahr 2025 sein schwächstes Wachstum seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie erlebt. Im Dezember wurden lediglich 50.000 neue Stellen geschaffen, wie aus den aktuellen Daten des US-Arbeitsministeriums hervorgeht. Damit blieb der Stellenzuwachs deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dennoch sank die Arbeitslosenquote leicht auf 4,4 % – ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten enttäuschenden Jahr für Arbeitsuchende.
Im Jahresdurchschnitt lag das monatliche Beschäftigungswachstum 2025 bei nur 49.000 neuen Stellen – ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den 168.000 monatlich im Vorjahr. Die Behörde korrigierte zudem die Jobzahlen für Oktober und November nach unten: 76.000 Stellen weniger als ursprünglich angenommen wurden tatsächlich geschaffen.
Besonders betroffen waren der Einzelhandel und die Industrie, wo zahlreiche Stellen verloren gingen. Dagegen konnten der Gesundheitssektor sowie Gastronomie- und Freizeitbetriebe Zuwächse verzeichnen, die jedoch nicht ausreichten, um die allgemeinen Verluste auszugleichen.
Das wirtschaftliche Umfeld war 2025 geprägt von tiefgreifenden politischen Veränderungen unter US-Präsident Donald Trump. Neue Handelstarife, strengere Einwanderungsgesetze und Einsparungen im Staatsapparat sorgten für Unsicherheit unter Unternehmen. Trotz dieser Herausforderungen wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal um starke 4,3 %. Dieses Wachstum war allerdings hauptsächlich auf stabile Konsumausgaben und gestiegene Exporte zurückzuführen – ohne einen entsprechenden Anstieg bei der Beschäftigung.
Die US-Notenbank reagierte auf die schwächelnde Arbeitsmarktentwicklung mit drei Zinssenkungen seit September. Der Leitzins liegt nun bei etwa 3,6 % – dem niedrigsten Stand seit drei Jahren. Innerhalb der Fed herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, wie weit die Zinssenkungen noch gehen sollten, um einerseits das Wachstum zu stützen und andererseits die weiterhin bestehende Inflationsgefahr im Griff zu behalten.
„Der heutige Bericht bestätigt, was wir schon länger beobachten: Der Arbeitsmarkt spielt nicht mehr zugunsten der Arbeitnehmer“, so Ellen Zentner, Chefökonomin bei Morgan Stanley Wealth Management. Sie rechnet mit weiteren Zinssenkungen, mahnt jedoch zur Geduld.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Social-Media-Post von Präsident Trump, der Teile der sensiblen Arbeitsmarktdaten vor der offiziellen Veröffentlichung preisgab – ein ungewöhnlicher Schritt, der in Wirtschafts- und Finanzkreisen für Diskussionen sorgt.