Angesichts der anhaltenden Massenproteste im Iran hat US-Präsident Donald Trump seine Unterstützung für die iranische Bevölkerung bekräftigt. In einem Beitrag auf sozialen Medien erklärte Trump, die USA seien „bereit zu helfen“, um die Freiheitsbewegung im Iran zu stärken. Konkrete Maßnahmen nannte er dabei jedoch nicht – ein direkter Militäreinsatz mit Bodentruppen wurde ausgeschlossen.
Die Proteste im Iran dauern inzwischen fast zwei Wochen an. Auslöser ist eine tiefe wirtschaftliche Krise, die das Leben für viele Menschen unerschwinglich gemacht hat. Die Demonstrationen gelten als die größten seit Jahrzehnten. Trotz massiver Internetsperren kursieren in sozialen Netzwerken zahlreiche Videos, die Zusammenstöße mit Sicherheitskräften in mehreren Städten zeigen – darunter Teheran, Rascht, Täbris und Schiras. Die Echtheit vieler dieser Aufnahmen wurde inzwischen von unabhängigen Quellen bestätigt.
Während Trump die iranische Regierung davor warnte, Gewalt gegen die eigene Bevölkerung anzuwenden – „Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, werden wir eingreifen“ –, betonte er gleichzeitig, dass kein klassischer Kriegseinsatz geplant sei. Vielmehr sei mit gezielten Schlägen gegen strategische Ziele zu rechnen. Auch US-Außenminister Marco Rubio lobte den „Mut des iranischen Volkes“ und versprach ebenfalls Unterstützung.
Die Lage im Iran bleibt angespannt. Die Revolutionsgarden kündigten ein härteres Vorgehen gegen die Demonstranten an und sprachen von „Terroristen“, die das Land destabilisieren wollten. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch verurteilen den übermäßigen Gewalteinsatz der iranischen Sicherheitskräfte, darunter den Einsatz von Schusswaffen und Tränengas. Berichte über Tote und Verhaftungen, auch in Krankenhäusern, mehren sich.
Im Exil rief Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, die Menschen zur Besetzung der Stadtzentren auf. Er erklärte, bald in sein Heimatland zurückkehren zu wollen. Auch prominente Stimmen aus der iranischen Kulturszene, darunter Filmemacher Jafar Panahi, warnen vor einem „Massaker im Schatten der Internetsperre“.
Unterdessen warnt Irans oberster Führer Chamenei vor westlicher Einflussnahme und verweist auf eine angebliche Rolle der USA und Israels bei der Eskalation der Proteste. Das Land befinde sich „mitten in einem Krieg“, erklärte Sicherheitschef Ali Laridschani.
Die nächsten Tage dürften entscheidend sein – für die Protestbewegung, die politische Zukunft des Iran und die Rolle der USA in einem zunehmend explosiven Konflikt.