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„Hawkeye Strike“: USA und Verbündete starten groß angelegte Luftangriffe gegen IS in Syrien

Am Samstagabend haben die USA gemeinsam mit verbündeten Streitkräften eine neue Welle militärischer Luftschläge gegen Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gestartet. Laut dem US-Zentralkommando Centcom waren die Einsätze Teil der Operation „Hawkeye Strike“ und richteten sich gegen mehrere strategische IS-Stellungen im gesamten syrischen Staatsgebiet.

Der Militärschlag erfolgte als direkte Reaktion auf einen tödlichen IS-Angriff im Dezember, bei dem zwei US-Soldaten und ein syrischer Übersetzer nahe der antiken Stadt Palmyra ums Leben kamen. Die US-Streitkräfte machten keine genauen Angaben zu den getroffenen Zielen oder zu möglichen Verlusten auf Seiten der IS-Miliz. Die Angriffe sollen jedoch darauf abzielen, die operative Schlagkraft des IS nachhaltig zu schwächen.

Bereits Anfang Januar hatten die USA zusammen mit Frankreich einen gezielten Luftschlag gegen eine mutmaßliche unterirdische Waffenanlage des IS nördlich von Palmyra durchgeführt. Dabei kamen Lenkbomben zum Einsatz, die insbesondere Zugangstunnel und mutmaßliche Lagerstätten für Sprengstoff zerstörten. Erste Bewertungen des US-Militärs deuten darauf hin, dass diese Mission erfolgreich war und die Infrastruktur des IS empfindlich getroffen wurde.

Die Region um Palmyra, ein UNESCO-Weltkulturerbe, war bereits in der Vergangenheit stark umkämpft. Die historischen Ruinen wurden sowohl durch den IS als auch durch die früheren Angriffe des Assad-Regimes schwer beschädigt. Nach dem Machtwechsel in Syrien beginnt nun ein vorsichtiger Wiederaufbau, während die Bevölkerung inmitten der Ruinen auf eine friedlichere Zukunft hofft.

Auch europäische Partnerstaaten zeigen verstärkte Präsenz in der Region: In den letzten zwei Wochen führten britische und französische Luftwaffenoperationen ebenfalls gezielte Angriffe gegen IS-Stellungen durch. Diese internationalen Maßnahmen sollen verhindern, dass sich islamistische Zellen erneut formieren.

Zusätzlich zur Bedrohung durch den IS trat kürzlich eine neue Dschihadistengruppe in Erscheinung. Die bisher wenig bekannte „Saraja Ansar al-Sunna“ reklamierte einen Terroranschlag auf eine Moschee in Homs für sich, bei dem acht Menschen starben. Ob Verbindungen zum IS bestehen, ist bislang unklar, doch die Ideologie der Gruppe scheint ähnlich extremistisch.

Trotz militärischer Rückschläge bleibt der IS eine latente Bedrohung in Syrien und darüber hinaus. Die aktuellen Operationen unterstreichen, dass die internationale Gemeinschaft weiterhin entschlossen ist, dem Terrorismus entschieden entgegenzutreten.

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