Ein verstörender Zwischenfall hat sich in einem ICE auf der Strecke von Frankfurt nach Köln ereignet und bei Mitreisenden wie Bahnmitarbeitern für erhebliche Unruhe gesorgt. Neben einem schlafenden Fahrgast lag offen sichtbar eine Machete, deren Klinge mit einer roten, blutähnlichen Flüssigkeit verschmiert war.
Der Vorfall fiel dem Zugpersonal während der Fahrt auf. Da der Mann schlief und keine unmittelbare Gefahrensituation bestand, entschloss sich der Schaffner zu einem ungewöhnlich mutigen Schritt: Er nahm die Machete unbemerkt an sich und brachte sie in Sicherheit. Die Situation blieb bis zur Ankunft des Zuges angespannt, jedoch ohne weitere Zwischenfälle.
Als der ICE schließlich im Kölner Hauptbahnhof einfuhr, warteten bereits Einsatzkräfte auf den betroffenen Fahrgast. Der 30-Jährige wurde von der Polizei kontrolliert und befragt. Der Zugverkehr selbst wurde durch den Einsatz nicht beeinträchtigt, Reisende zeigten sich dennoch sichtlich beunruhigt über den Vorfall.
Eine erste Untersuchung der Machete brachte eine vorsichtige Entwarnung. Bei der roten Flüssigkeit handelte es sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht um menschliches Blut. Ob es sich um Tierblut oder um eine andere Substanz handelt, ist derzeit noch Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Warum der Mann die Machete bei sich trug und weshalb sie mit der unbekannten Flüssigkeit verschmiert war, bleibt bislang ungeklärt. Die Polizei prüft mögliche Verstöße gegen das Waffenrecht und ermittelt zu den Hintergründen. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit im Fernverkehr auf – und zeigt, wie schnell aus einer alltäglichen Zugfahrt eine Situation mit bedrohlichem Beigeschmack werden kann.